Murtalinfo
Suche nach Unernehmen oder Produkte/Dienstlesitungen suchen
Newsletter Facebook Xing RSS
Blog

Blog / Wie Mönche im Kloster Fasten

Autor: P. Gerwig Romirer

40 Tage fasten - ohne finsteres Gesicht

Der erste Gedanke im Zusammenhang mit der Fastenzeit ist wohl bei vielen der Verzicht auf Fleisch, Zigaretten oder Alkohol - und weil Verzichten nicht immer leicht fällt, heißt’s dann, die Zähnen zusammenbeißen ... 

„Wenn ihr fastet, macht kein finsteres Gesicht“ lautet dagegen die Einladung Jesus im Evangelium, das kann allerdings nur gelingen, wenn ich mir des tieferen Sinns des Fastens bewusst bin, und der heißt: frei werden!

Frei nicht nur von belastenden Abhängigkeiten oder schädlichem Suchtverhalten, sondern frei auch für intensivere Beziehungen: zu sich selber, zu den Mitmenschen - auch zu Gott.

Deshalb geht’s in der Zeit auf Ostern zu nicht nur um meinen Verzicht, sondern auch um meine Bereitschaft zu teilen und ums Gebet, das in den christlichen Gemeinden und bei uns im Kloster eine besondere Begleitung des Wegs auf das große Fest der Befreiung hin ist.

Mächtiges und eindrucksvolles äußeres Zeichen für die Einkehr in den „40 heiligen Tagen“ ist dabei das Fastentuch in der Stiftskirche, das den frühbarocken Hochaltar zur Gänze verhüllt. 

Aus einem Bild von Ingrid Stern genommen, das in unserer Meditationskapelle hängt, lenkt das Fastentuch mit seinem kräftigen violetten Grundton die Aufmerksamkeit auf das Schwere und Leidvolle im menschlichen Leben, auch auf den Leidensweg Christi, den er unbeirrt und konsequent bis ans Kreuz gegangen ist.

Zugleich aber blitzt in den hellen Bereichen des 5 x 11 Meter großen Tuchs die Hoffnung auf, dass durch Kreuz und Grab hindurch das Leben die Oberhand behällt.

In der Fastenzeit 2015 wird die Woche von 15. bis 22. März einen besonderer  Akzent gesetzt: 7 TAGE ROT lautet der Titel für die „Woche der liebenden Aufmerksamkeit“, in der möglichst viele Menschen der Region Knittelfeld, Judenburg und Murau motiviert werden sollen, sich täglich drei Herausforderungen zu stellen: 

 • Finde täglich eine Person, die du schätzt, und sag es ihr.

 • Finde täglich eine Person, die deine Hilfe braucht, und hilf ihr.

 • Fasse täglich einen guten Gedanken und genieße ihn.

Eigentlich müsste sich die Atmosphäre ändern, wenn in dieser Woche ganz viele Menschen in unserer Region sich diesen drei Vorhaben widmen. Ja, und auch bei jeder und jedem Einzelnen sollte etwas in Bewegung kommen.

Bis zum Ostersonntag am 5. April bleiben noch ein paar Wochen Zeit, sich im Fasten, im Beten und im solidarischen Teilen einzuüben. Ich lade herzlich dazu ein - aber bitte nicht mit finsterem Gesicht!

Ihr P. Gerwig Romirer


« zurück

0 Kommentare zu "Wie Mönche im Kloster Fasten"

Ein Kommentar schreiben

Name*
E-Mail*
Was ist die Summe aus 6 und 8?*
Homepage (mit http://)
Kommentar*
Kategorien
Letzte Artikel
Wählen Sie ein Register:
Witschaft Tourismus Bildung Sport & Vereine Gemeinden
© murtalinfo 2018 | Underrain | DELPHIakademie | Werbeagentur Gössler & Sailer Mediadaten / Preise | Kontakt | Impressum | AGB | Kodex | ECG