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Wirtschaftsbarometer: Steirische Konjunktur-Hochphase hält weiter an

Wirtschaftsbarometer: Steirische Konjunktur-Hochphase hält weiter anMontag, 9. Juli 2018

Ob Umsatz, Auftragslage, Preisniveau, Investitionen oder Beschäftigung – sämtliche Konjunkturdaten liegen im aktuellen Wirtschaftsbarometer der WKO Steiermark deutlich im Plus und zeugen von einer stabilen konjunkturellen Hochphase. Und zwar sowohl was die Einschätzung der bisherigen Entwicklung als auch was die künftigen Geschäftserwartungen betrifft. Ein Aufwärtstrend, der sich auch bei der Frage nach dem allgemeinen Wirtschaftsklima widerspiegelt: 61,7 Prozent der befragten Unternehmer melden eine Verbesserung, nur 8,9 Prozent eine Verschlechterung. Unterm Strich ergibt das einen Positivsaldo von +52,7 Prozentpunkten! Dazu WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk: „Wir müssen die aktuelle Hochkonjunktur für Strukturreformen nutzen. Mutige Schritte, wie die Arbeitszeitflexibilisierung oder die Beschleunigung von UVP-Verfahren gehören fortgesetzt, um dem Aufschwung ein nachhaltiges Wachstum folgen zu lassen.“

Die Konjunktur in der Steiermark präsentiert sich auch zu Jahresmitte in absoluter Hochform – das zeigen die Zahlen des aktuellen Wirtschaftsbarometers der WKO Steiermark. Demnach schätzen die heimischen Unternehmer alle abgefragten Parameter deutlich positiv ein, fast alle Trendpfeile zeigen nach oben. Im Detail: Beim bisherigen Umsatz beträgt der Positivsaldo +57,6 Prozentpunkte, bei der Auftragslage +52,2 Prozentpunkte, beim Preisniveau +38,5 Prozentpunkte, bei den Investitionen +37,9 Prozentpunkte und bei der Beschäftigung +41,3 Prozentpunkte. „Unterm Strich ergibt das höchst positive Konjunkturdaten auf stabilem Spitzenniveau“, betont WKO-Steiermark-Präsident Josef Herk. Denn auch das wirtschaftliche Gesamtklima wird sehr erfreulich bewertet: Konkret beurteilen 61,7% die wirtschaftliche Entwicklung der letzten 12 Monate positiv und lediglich 8,9% negativ. Das ergibt unterm Strich einen sehr guten Saldowert von +52,7 Prozentpunkten.

Insgesamt 734 steirische Unternehmerinnen und Unternehmer haben an dieser großen Konjunkturumfrage teilgenommen. „Sie spiegelt sämtliche Branchen, Regionen und Betriebsgrößen wider und lässt darüber hinaus auch einen Vergleich mit bundesweiten Daten zu“, erklärt Karl-Heinz Dernoscheg, Direktor der WKO Steiermark. Für Dernoscheg zeigen die Daten ein klares Bild: „Die Trends der letzten Herbstumfrage haben sich bestätigt, die Wirtschaft ist voll in Fahrt. Jetzt gilt es diese durch strukturelle Reformen zu verstärken damit dem Aufschwung auch ein nachhaltiges Wachstum folgt.“

So schätzen die Unternehmer die Geschäftsentwicklung ein

UMSATZ. Im aktuellen Wirtschaftsbarometer melden 66,4% der steirischen Unternehmer einen Anstieg und 8,8% einen Rückgang ihres bisherigen Gesamtumsatzes. Der daraus resultierende Saldo von +57,6 Prozentpunkten bleibt klar im positiven Bereich und setzt damit die gute Entwicklung fort. Ein größerer Abschwung ist nicht in Sicht, denn beim Erwartungssaldo gibt es mit +42,8 Prozentpunkten gegenüber der letzten Umfrage (+39,5 Prozentpunkte) sogar ein leichtes Plus. Konkret rechnen 48,4% der befragten Unternehmen in den kommenden Monaten mit einer Umsatzsteigerung und 5,6% mit einem Rückgang.

AUFTRAGSLAGE. Eine stabile Hochphase ist auch bei der Auftragslage zu erkennen: Der Positivsaldo beträgt hier aktuell +52,2 Prozentpunkte, damit wird der Spitzenwert der letzten Umfrage (+52,7 Prozentpunkte) bestätigt. Selbiges gilt für den Erwartungssaldo, dieser ist zwar von +33,4 auf +31,9 Prozentpunkt leicht gesunken, zeugt aber trotzdem von einem konstanten Konjunkturhoch. Konkret rechnen 41,2% der befragten steirischen Unternehmer mit einem Zuwachs ihres Auftragsvolumens und 9,3% mit einem Rückgang.

PREISE. Einen deutlichen Aufwärtstrend gibt es beim Preisniveau: Der Saldo des bisherigen Preisniveaus steigt von +26,2 auf +38,5 Prozentpunkte. In Bezug auf die nächsten zwölf Monate rechnen 43,1% der befragten Unternehmerinnen und Unternehmer mit einer (weiteren) Erhöhung ihrer Produktpreise, mit einer Preissenkung dagegen sehen sich nur 5,4% konfrontiert. Der Erwartungssaldo in diesem Segment beträgt damit +37,6 Prozentpunkte.

INVESTITIONEN. Mit dem konjunkturellen Aufwärtstrend ist auch die Investitionsbereitschaft der steirischen Unternehmen gestiegen. So konnte der positive Saldo der letzten Umfrage (+25,3 Prozentpunkte) deutlich gesteigert werden (+37,9 Prozentpunkte) und auch bei den Investitionserwartungen zeigt der Trendpfeil leicht nach oben. Im Detail: 38,4% gehen von einem steigenden Investitionsvolumen aus, 15,5% von einem sinkenden. Damit steigt der Erwartungssaldo von zuletzt +21,4 auf +23,0 Prozentpunkte. Ausschlaggebend dafür sind vor allem Ersatzbedarf, aber auch Neuinvestitionen.

BESCHÄFTIGUNG. Das aktuelle Konjunkturhoch macht sich auch bei der Nachfrage nach Fachkräften bemerkbar. 49,6% der befragten Unternehmen melden einen Anstieg ihrer bisherigen Beschäftigtenzahl, lediglich 8,3% mussten Personal abbauen. Damit ist der Positivsaldo in diesem Bereich gegenüber der letzten Umfrage von +34,1 auf + 41,3 Prozentpunkte gestiegen. Auch künftig dürfte das Beschäftigungswachstum kräftig bleiben, wird aber durch das knappe Angebot an qualifizierten Arbeitskräften spürbar gehemmt. Das zeigt nicht zuletzt der leichte Rückgang beim Erwartungssaldo von +32,3 auf +27,5 Prozentpunkte.

EXPORT. Der Außenhandel hat in den vergangenen zwölf Monaten noch einmal angezogen: 63,3% der steirischen Exporteure verzeichnen einen Anstieg ihrer Exportumsätze, lediglich 4,5% mussten einen Rückgang hinnehmen. Der daraus resultierende Saldo von +58,8 Prozentpunkten ist der höchste der vergangenen sechs Jahre. In den kommenden Monaten deuten aufgrund mancher geopolitischer Unsicherheiten die Zeichen allerdings auf eine leichte Abflachung der Entwicklung hin: Zwar rechnen noch immer 41,4% der Exportunternehmen mit einem steigenden und nur 6,5% mit einem sinkenden Außenhandelsumsatz, unterm Strich kommt der Erwartungssaldo mit +34,9 Prozentpunkte aber doch recht deutlich unter dem vergangener Werte zu liegen.

Steiermark im Österreichvergleich

Die Konjunktureinschätzung der steirischen Unternehmer zeigt sich in vielen Bereichen einmal mehr besser als jene im Rest Österreichs, die aber ebenfalls als Hochform bezeichnet werden darf. Die größten Ausreißer dabei sind die Salden beim bisherigen Gesamtumsatz (Steiermark: +57,6 Prozentpunkte; Österreich: +54,5 Prozentpunkte), beim Preisniveau (Steiermark: +38,5 Prozentpunkte; Österreich: 33,9 Prozentpunkte) sowie den Investitionen (Steiermark: +37,9 Prozentpunkte; Österreich: +25,2 Prozentpunkte) und der Beschäftigung (Steiermark: +41,3 Prozentpunkte; Österreich: +35,6 Prozentpunkte).

Wirtschaftsklima in den Regionen

Die überaus guten Konjunkturdaten ziehen sich quer durch alle Regionen: Sowohl das bisherige als auch das erwartete allgemeine Wirtschaftsklima wird durch die Bank überwiegend positiv eingeschätzt. Die vergangenen zwölf Monate werden vor allem von den Unternehmen in der Süd-/Weststeiermark (Saldo: +66,6 Prozentpunkte), in der Hochsteiermark (+63,3) und im Großraum Graz (+54,2) besonders positiv beurteilt. In Bezug auf die kommenden Monate zeigen sich insbesondere die Betriebe im Murtal (Erwartungssaldo: +54,3 Prozentpunkte) optimistisch gestimmt, dicht gefolgt vom Großraum Graz (+45,9).

Geschäftslage nach Betriebsgröße

KLEINUNTERNEHMEN. Die steirischen Kleinunternehmen weisen auch zur Jahresmitte ein positives Konjunkturbild auf. Die Trendpfeile zur Umsatzentwicklung zeigen nach oben. Konkret verbuchen 56,7% der befragten Kleinunternehmen einen Anstieg und lediglich 7,9% einen Rückgang ihres bisherigen Gesamtumsatzes. Damit setzt sich die Aufwärtsbewegung der letzten Umfrage mit einem Umsatzsaldo von +48,8 Prozentpunkten weiter fort. Der Erwartungssaldo beim Gesamtumsatz hat sich mit +36,9 Prozentpunkten ebenfalls verbessert, die Optimisten (42,8%) überwiegen hier deutlich die Pessimisten (5,9%).

MITTELUNTERNEHMEN. Das aktuelle Konjunkturhoch kommt auch in den Rückmeldungen der steirischen Mittelbetriebe zum Ausdruck. Der Saldo des bisherigen Gesamtumsatzes konnte sich mit einem Wert von +54,7 Prozentpunkten gegenüber der letzten Umfrage weiter verbessern. Konkret meldeten 62,7% der Befragten einen Anstieg ihres Umsatzes in den vergangenen zwölf Monaten zurück, während nur 7,9% mit Umsatzeinbußen zu kämpfen hatten. Die Erwartungen sind hier ebenfalls sehr optimistisch: 51,4% rechnen auch künftig mit Umsatzzuwächsen, während 6,1% der befragten Mittelbetriebe in den kommenden Monaten von Umsatzrückgängen ausgehen (Erwartungssaldo: +45,3 Prozentpunkte).

GROSSUNTERNEHMEN. Der solide Aufschwung der Weltkonjunktur wirkt sich trotz mancher geopolitischen Unsicherheiten positiv auf die Konjunktur der steirischen Großunternehmen aus. In punkto Gesamtumsatz konnten 82,4% diesen in den vergangenen zwölf Monaten steigern, wohingegen nur 10,9% Umsatzeinbußen hinnehmen mussten. Der daraus resultierende Positivsaldo von +71,5 Prozentpunkten ist mit Abstand der höchste im Betriebsgrößenvergleich. Auch die Umsatzerwartungen der Großbetriebe sind für die kommenden Monate nach wie vor von Optimismus getragen: 52,1% rechnen mit einer Verbesserung und 4,8% mit einer Verschlechterung (Erwartungssaldo: +47,3 Prozentpunkte).

„Positive Konjunktur für Reformen nutzen“

Damit aus der guten Konjunktur ein nachhaltiges Wachstum wird, braucht es umfassende Strukturreformen. „Wann, wenn nicht jetzt, während eines wirtschaftlichen Aufschwungs, sollten wir die Zeit für Reformen nutzen? Die Bundesregierung hat hier mit der Arbeitszeitflexibilisierung und der Beschleunigung von UVP-Verfahren bereits wichtige und mutige Schritte gesetzt, diese müssen nun fortgeführt bzw. ergänzt werden“, betont WKO Steiermark Präsident Josef Herk. Vor allem der zunehmende Fachkräftemangel macht Herk sorgen. Ebenfalls brauche es mehr Anreize für Investitionen und Innovationen. Folgende Punkte sind den steirischen Unternehmerinnen und Unternehmern dabei besonders wichtig:

Fachkräfte für die Wirtschaft

  • Rot-Weiß-Rot-Karte: Weiterentwicklung und Entbürokratisierung
  • Aufhebung der Übergangsregelungen für Kroatien
  • Mangelberufsliste: Berücksichtigung des regionalen Bedarfs sowie von Stelleninseraten in Online- bzw. Printmedien nach Maßgabe der Arbeitsmarktentwicklung
  • Unternehmensnahe Aus- und Weiterbildung forcieren

Impulse für Investitionen & Innovation

  • Einführung eines Investitionsfreibetrags in der Höhe von 30 Prozent
  • Anhebung der Grenze für geringwertige Wirtschaftsgüter von 400 auf 1.500 Euro
  • Reduktion der Körperschaftssteuer auf 20 Prozent
  • Vorsteuerabzug für betrieblich genutzte PKW ausweiten

Stärkung des Wirtschaftsstandorts

  • Bürokratieabbau (Informationspflichten reduzieren, beraten statt strafen)
  • Arbeitszeit flexibilisieren
  • Rücknahme des Gold Plating bei der Umsetzung von EU-Recht in nationales Recht (IG-L, ALSAG etc.), mehr Rechtssicherheit für Unternehmen (z.B. Dieselthematik)
  • Reform des Ökostromsystems (Ökostrompauschale, Fördersystem) etc.

 


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