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Murtal: „Frauen dürfen ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen.“

Murtal: „Frauen dürfen ihr Licht nicht unter den Scheffel stellen.“Dienstag, 10. Juli 2018

Nach wie vor sind Frauen an der Spitze rar gesät. Leider stellt sich dabei immer noch die Frage: „Wie hoch der Preis des Erfolgs für Frauen ist?" Soziale, wirtschaftliche und politische Unterschiede sind bis heute leider noch immer Realität.

Fakt ist, dass nach wie vor die Rahmenbedingungen nicht gegeben sind. Abwanderung, Lücken in der Kinderbetreuung, ungleiche Löhne oder verstaubte Rollenbilder: Es sind viele Hürden, die Frauen heute noch zu überwinden haben.

Dies war Grund genug für Vize-LH Mag. Michael Schickhofer einen Projektaufruf zu starten. Unter dem Titel "Frauen.Leben.Regionen 2018" werden Projekte in allen sieben Regionen der Steiermark unterstützt. Dafür 1,2 Million Euro aufgewendet, um "innovative und kreative Projekte zur Förderung von ökonomischer Eigenständigkeit und der Mitbestimmung von Frauen in unserer Gesellschaft" zu fördern.

Da die Region Obersteiermark-West die Zukunft mit Frauen gestalten will, ist sie diesem Aufruf gefolgt und hat drei Projekte entwickelt. Im Judenburger Sternenturm wurden kürzlich diese Projekte präsentiert, die vom Land mit 385.000 Euro gefördert werden.

Drei Regionalentwicklungsprojekte, die Frauen ins Zentrum rücken:

Gabriele Kolar, Vorsitzende des Regionalmanagements, berichtet über eine Studie bei der Situation und Bedarf von Kinderbetreuung und Pflegeangeboten für ältere Menschen in allen 34 Gemeinden in den Bezirken Murtal und Murau erhoben wird. „Jeder Haushalt in der Region Obersteiermark West bekommt von den einzelnen Gemeinden einen Fragebogen zugesendet. Aus diesen Daten der Gemeinden sollen nötige Maßnahmen abgeleitet werden. Denn wenn Frauen die Region verlassen stirbt die Region, so Kolar.

WWW 4.0 – Weitblick Weiblich Wirtschaften wurde von Anny-Lori Sperl vom Verein Novum, Zentrum für Frauen vorgestellt. Bei diesem Projekt soll eine Plattform für Arbeitnehmerinnen und Unternehmerinnen entstehen. Das Ziel des Vorhabens ist die Entwicklung einer Kooperationsplattform von wirtschaftlich aktiven Frauen im ländlichen Raum, um unter anderem selbstständige und unselbstständige Arbeitsplätze zu stärken, vorhandene zu erhalten und neue zu schaffen.

In Murau werden Frauen vor den Vorhang geholt und traditionelle Rollenbilder in Frage gestellt. Eine neue Kultur und eine künstlerische Auseinandersetzung sollen Mut machen und zu neuen Sichtweisen führen. Harald Kraxner von der Holzwelt Murau meint: „Frauen sind weniger sichtbar, sie sind die guten Seelen im Hintergrund. Die Bevölkerung ist in etwa zur Hälfte männlich und weiblich. Wenn ich jedoch in Entscheidungsgremien schaue, ist das Verhältnis 80:20 oder noch viel weniger.“ Bei diesem Projekt soll die Vielfalt der Frauen dargestellt werden. Es soll auch ein Lebensraum geschaffen werden in dem Identifikation, konstruktive Kritik und Entwicklung für Frau und Mann möglich ist.

Freilich soll es nicht beim Fördern in der Frauen- und Gleichstellungspolitik bleiben. Schickhofer nannte als ein gesellschaftspolitisches Ziel, dass in der Zukunft "Mann und Frau jeweils 30 Stunden die Woche arbeiten." Denn jetzt ist es noch oft so, dass Männer auf 40 bis 50 Stunden kämen und Frauen nur 20 Stunden berufstätig sein können, da eben die Rahmenbedingungen dazu fehlen. Das habe mit der ungleichen Bezahlung zu tun, fehlender Kinderbetreuung, Standards und Normen männlicher Lebensrealitäten. Auch ein Kulturwechsel in den Unternehmen ist unabdingbar. Da und dort sind noch große Schritte bis zur Gleichberechtigung zu gehen".

Was oft fehlt ist der Mut zum eigenen Weg.

Ebenso sind auch Frauen selbst gefordert, ihre "Opferhaltung" aufzugeben und sich das zu nehmen, was ihnen zusteht. Sie sollten ihr Licht nicht länger unter den Scheffel stellen, sich zutrauen in der ersten Reihe zu stehen und dafür eintreten.

Berufliche Perspektiven, attraktiver Lebensraum und Mitbestimmung sollen durch diese Projekte gefördert werden.

Um die steirischen Regionen weiterzuentwickeln, die Wettbewerbsfähigkeit der steirischen Regionen zu stärken und die Wertschöpfung in den Regionen zu erhöhen, gilt es, besonders junge Menschen und dabei vor allem Frauen in der Region zu halten. Damit dies alles leichter möglich ist, hat das Land das Projekt "Frauen.Leben.Regionen 2018" ins Leben gerufen.


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