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Lercher: „245.000-Euro-Verdienerin Hartinger-Klein soll Familien vorzeigen, wie man von 150 Euro im Monat leben kann!“

Lercher: „245.000-Euro-Verdienerin Hartinger-Klein soll Familien vorzeigen, wie man von 150 Euro im Monat leben kann!“Montag, 30. Juli 2018

SPÖ-Bundesgeschäftsführer empfiehlt Sozialministerin ein Rendezvous mit der Wirklichkeit – 1.416 Euro monatliche Haushaltsausgaben für Ein-Personen-Haushalt

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher bekräftigt seine Kritik an FPÖ-Sozialministerin Hartinger-Klein. „Hartinger-Klein tingelt bekanntlich seit kurzem durch die heimischen Fernsehstudios, um den ÖsterreicherInnen auszurichten, dass man von 150 Euro im Monat leben kann. Ich fordere Hartinger-Klein (Monatseinkommen 17.511,50 Euro) auf, den österreichischen Familien vorzuzeigen, wie man von 5 Euro pro Tag leben soll“, betont Lercher heute, Freitag. „Die FPÖ-Sozialministerin hat null Ahnung von der Lebenssituation der Menschen. Angesichts ihrer fassungslos machenden Realitätsferne empfehle ich Hartinger-Klein, mit der Wirklichkeit Kontakt aufzunehmen. Statt sich in ihrem Wiener Innenstadtbüro zu verschanzen, soll sie mit den ÖsterreicherInnen über ihre Lebensrealität reden“, sagt Lercher gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Der SPÖ-Bundesgeschäftsführer betont weiters: „Was Hartinger-Klein ganz offensichtlich nicht weiß, ist, dass es schon jetzt immer mehr Familien gibt, die sich entscheiden müssen, ob sie in ihrer Wohnung heizen oder für ihre Kinder gutes und gesundes Essen kaufen. Oder dass es in Österreich immer mehr alleinerziehende Mütter gibt, die mit ihrem Kind in Winterkleidung in der Wohnung sitzen, weil das Geld zum Heizen fehlt. Diesen Menschen und allen anderen, die sich Monat für Monat davor fürchten, dass die Waschmaschine kaputt wird oder unvorgesehene Kosten für Medikamente oder den Zahnarztbesuch anfallen, richtet Hartinger-Klein aus, dass es sich von 150 Euro im Monat ganz sicher leben lässt. Frau Ministerin, achten Sie die Würde der Menschen“, sagt Lercher.

Für den SPÖ-Bundesgeschäftsführer ist klar: „Hartinger-Klein hat schon mehrfach bewiesen, dass sie sich weder für die Lebenssituation der Menschen, noch für Daten, Fakten und Zahlen interessiert. Wäre das anders, wüsste sie, dass Österreichs private Haushalte laut letzter Konsumerhebung der Statistik Austria rund 350 Euro im Monat für Lebensmittel ausgeben müssen. Auch ein Blick auf das Zahlenwerk des Dachverbands der Schuldnerberatungen straft Hartinger-Kleins Aussage Lügen. Demnach braucht ein Ein-Personen-Haushalt 1.416 Euro für ein einfaches Leben, das soziale Teilhabe ermöglicht. Für eine Familie mit zwei Kindern fallen laut Berechnungen der Schuldenberatung bereits 3.570 Euro an notwendigen, monatlichen Haushaltsausgaben an. Doch das alles ignoriert Hartinger-Klein und beschäftigt sich stattdessen mit dem Schließen von Unfallspitälern, der Zerschlagung unseres Sozialstaats und weiteren Kürzungen, die den Menschen das Leben noch schwerer machen“, betont Lercher.

Leserbrief dazu:

150 Euro im Monat zum Leben - Abgehoben

Unsere Sozialministerin Beate Hartinger-Klein ist der Meinung, dass für „Frau“ oder „Mann“ 150 Euro im Monat, das sind 5 Euro pro Tag, zum Leben reichen. Ach ja die Wohnung ist da nicht dabei, denn die würden diejenigen noch bezahlt bekommen – wahrscheinlich über Förderungen und Zuschüsse. Es hat sich schon in den letzten Jahren immer wieder gezeigt, dass vielen PolitikerInnen und FunktionärInnen öffentlicher Institutionen der Bezug zum Leben und der harten Realität vollkommen fremd sind. Viele unserer sogenannten VolksvertreterInnen haben keine Ahnung was sich im täglichen Leben wirklich abspielt und wie schwer es zB Alleinerzieherinnen oder MindestrentnerInnen haben. Diese müssen sich tatsächlich jede Ausgabe gut überlegen – werden aber mit 150 Euro niemals auskommen. Vielleicht gibt unsere Frau Sozialministerin die 150 Euro oder mehr pro Tag aus. Das ist zwar nur eine Annahme, jedoch spricht ihre Aussage für sich und sie könnte es sich bei einem Monatsgehalt von ca. 17.700,- Euro auch gut leisten. Aber wahrscheinlich hat sie es nicht so gemeint, ist falsch zitiert worden oder kann sich nicht mehr erinnern. Ich würde mir von unseren MinisterInnen ein wenig mehr Fingerspitzengefühl bei ihren Aussagen wünschen bzw. erwarten.

Ing. Helmut Underrain Knittelfeld


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