Murtalinfo
Suche nach Unernehmen oder Produkte/Dienstlesitungen suchen
Newsletter Facebook Xing RSS
News

Murtal: "Hand in Hand für die Suizidprävention"

Murtal: Freitag, 31. August 2018

Alljährlich wird am 10. September der Welttag der Suizidprävention begangen. Dieser Tag steht heuer unter dem Motto: "Hand in Hand für die Suizidprävention". Suizidprävention bleibt eine universelle Herausforderung. In jedem Jahr ist der Suizid eine der 20 häufigsten Todesursachen auf der ganzen Welt und in allen Altersgruppen. Der Suizid ist für 800.000 Tote verantwortlich. Dies entspricht einem Suizid alle 40 Sekunden.

Jedes verlorene Leben ist das einer Partnerin oder eines Partners, Kindes, Elternteils, Freundes oder einer Freundin, einer Kollegin oder eines Kollegen. Auf jeden Suizid kommen ungefähr 135 Menschen, die erbittert leiden oder anderweitig betroffen sind. Das summiert sich auf 108 Millionen Menschen im Jahr, die durch suizidales Verhalten tiefgehend betroffen sind. Suizidales Verhalten beinhaltet Suizide, umfasst aber auch Suizidgedanken und Suizidversuche. Auf jeden Suizid kommen 25 Menschen, die einen Suizidversuch machen, und noch viel mehr haben ernsthafte Suizidgedanken.

Der Suizid ist das Ergebnis eines Zusammenspiels aus genetischen, psychologischen, sozialen, kulturellen und anderen Risikofaktoren, manchmal im Zusammenhang mit traumatischen und Verlusterfahrungen. Menschen die sich das Leben nehmen repräsentieren eine heterogene Gruppe mit spezifischen, komplexen und facettenreichen auslösenden Einflüssen, die der finalen Handlung vorausgehen. Diese Heterogenität stellt Expert*innen in der Suizidprävention vor Herausforderungen. Diese Herausforderungen können durch eine vielschichtige und stringente Herangehensweise gemeistert werden.

Suizidprävention ist in vielen Fällen möglich und Ihnen fällt dabei eine Schlüsselrolle zu! Sie können einen Unterschied machen – als ein Mitglied der Gesellschaft, als Kind, als Elternteil, als Freund*in, als Kolleg*in oder als Nachbar*in. Es gibt viele Dinge, die Sie täglich machen können um suizidales Verhalten zu beeinflussen, auch am Welttag der Suizidprävention (World Suicide Prevention Day, WSPD). Sie können auf das Thema aufmerksam machen, sich selber oder andere über die Ursachen und Warnsignale von Suizid informieren, Anteilnahme und Fürsorge für jene zeigen, die in der Gemeinschaft belastet sind, das Stigma hinterfragen, dass mit Suizid, suizidalem Verhalten, und psychischen Erkrankungen verbunden ist, und nicht zuletzt Ihre eigenen Erfahrungen teilen.

Suizidprävention bedeutet Anstrengungen. Diese Anstrengungen sind nachhaltig und können große positive Auswirkungen haben. Diese Arbeit kann nicht nur Betroffenen helfen, sondern auch Nahestehenden, Kollegen und die Gesellschaft als Ganzes betreffen. Wir müssen danach streben, evidenzbasierte suizidpräventive Aktivitäten zu entwickeln, welche alle Betroffenen erreicht, überall auf der Welt.

Sich zu vernetzen ist unabdingbar für eine erfolgreiche Suizidprävention. Suizidprävention benötigt die Bemühungen von vielen. Dazu zählen die Familie, Freund*innen, Mitarbeiter*innen, Gemeindemitglieder, Lehrer*innen und Erzieher*innen, (führende) Mitglieder der Religionsgemeinschaften, Tätige aus dem Gesundheitswesen, Polizist*innen, und den Regierungen. Suizidprävention benötigt integrative Strategien welche am Individuum, an den Systemen und in Gemeinden ansetzen. Die Forschung zeigt, dass suizidpräventive Anstrengungen viel effektiver sind, wenn sie verschiedene Ebenen und Interventionen umfassen. Das erfordert Maßnahmen auf Gemeindeebene und solche, die soziale und politische Reformen mit sich bringen, ebenso wie Maßnahmen direkt für den Einzelnen. Zur Erreichung unseres gemeinsamen Zieles, der Suizidprävention, müssen wir als Öffentlichkeit, als Organisationen, als Gesetzgeber*innen und als Mitglieder der Gesellschaft zusammenarbeiten, in einer koordinierten Weise und mit einem multidisziplinären Ansatz.

Jede*r kann etwas zur Suizidprävention beitragen. Suizidales Verhalten ist universell, kennt keine Grenzen und betrifft daher alle. Die Millionen von Menschen, die jedes Jahr durch suizidales Verhalten betroffen sind, verfügen über intensive Erfahrungen und Berichte. Diese sind außerordentlich wertvoll, um daraus suizidpräventive Maßnahmen abzuleiten und die Unterstützung von suizidgefährdeten Menschen und ihrer Umgebung daran zu orientieren. Menschen mit eigenen suizidalen Erfahrungen in die Forschung, Evaluation und Intervention einzubinden, sollte zentral für jede Organisation sein, die sich mit Suizidprävention beschäftigt.

Diesmal ist der WSPD erstmals dem Thema „Hand in Hand für Suizidprävention“ gewidmet. Dieses Thema wird auch für 2019 und 2020 beibehalten. Wir haben dieses Thema gewählt, weil Zusammenarbeit der wichtigste Aspekt einer effektiven globalen Suizidprävention ist. Dabei spielen wir alle eine Rolle und zusammen können wir die Herausforderungen angehen, die mit suizidalem Verhalten in unserer Gesellschaft verbunden sind. Vereinen Sie sich am 10. September mit uns und vielen anderen auf der ganzen Welt, die ihren Platz in der Suizidprävention einnehmen.

Sie können auch bei der Aktion „Zünde eine Kerze an“ mitmachen, bei der wir Teilnehmende einladen, am WSPD um 20:00 eine Kerze in ein Fenster zu stellen, als Symbol der Unterstützung der Suizidprävention. Für viele ist das auch ein Ausdruck, um eines geliebten Menschen zu gedenken. Siehe hier für nähere Informationen: https://goo.gl/m6zyf5

“Jeden Tag verlieren wir viele Leben durch Suizid, und viel mehr sind maßgeblich durch diese Todesfälle betroffen. Wir denken an alle, die durch Suizidgedanken belastet sind und jene, welche eine geliebte Person durch Suizid verloren haben.“


« zurück

Wählen Sie ein Register:
Witschaft Tourismus Bildung Sport & Vereine Gemeinden
© murtalinfo 2018 | Underrain | DELPHIakademie | Werbeagentur Gössler & Sailer Mediadaten / Preise | Kontakt | Impressum | AGB | Kodex | ECG