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Alternativer Nobelpreis für einen Bauer aus Burkina Faso

Alternativer Nobelpreis für einen Bauer aus Burkina FasoFreitag, 28. September 2018

Yacouba Sawadogo, ein Bauer aus einem kleinen Dorf im Norden Burkina Fasos hat seit vielen Jahren mit einer schon in Vergessenheit geratenen Anbauweise die Wüste wieder begrünt und aufgehalten.

In das kleine Dorf Gourga, in dem Yacouba Sawadogo lebt, kommen immer wieder Agrarwissenschaftler um sich die Anbautechnik des Bauern anzusehen, mit der er karge Böden wieder fruchtbar macht. Lange Zeit wurde Yacouba Sawadogo in der Region als „Verrückter“ angesehen, aber heute genießt der Bauer Respekt und seine Anbautechnik wird auch in den benachbarten Ländern Mali und Niger angewendet. Sogar ein englischer Dokumentarfilm porträtiert ihn als „Mann, der die Wüste aufhielt“.

Yacouba Sawadogo entwickelte eine alte Anbautechnik, das Zai-System, weiter. Dabei werden um die neu gepflanzte Saat halbmondförmige Erdwälle gezogen um die Keimlinge vor dem Wind zu schützen. Da sich das Klima und Wetter in den letzten Jahrzehnten in der Sahelzone (extrem trocken, Hitze und wenn Regen fällt versickert er sofort)  auch verschlechterte, funktionierte diese Anbaumethode nicht mehr.

Sawadogo vergrößerte die Erdwälle, machte die Pflanzlöcher größer und breiter und gab zusätzlich Kuhfladen und Kompost hinein. Die mit Erde bedeckten Pflanzlöcher lockten so Termiten an, welche das Erdreich zusätzlich auflockerten. Dadurch konnte der Boden das wenige Regenwasser besser speichern und die jungen Triebe des Getreides entwickelten sich besser. Neben der Hirse wuchsen auch immer zarte Triebe junger Bäume aus dem Boden. Andere Bauern sahen diese als Konkurrenz zur Saat und rissen sie aus. Sawadogo pflegte und hegte die Triebe der jungen Bäume und daraus wurde ein stattlicher Wald in dessen Schatten die Saat nun viel besser gedeihen konnte und auch vor dem Wüstenwind geschützt wurde. Die herabfallenden Blätter schützen den Boden versorgen ihn mit weiteren Nährstoffen. Die Bauern konnten das Holz auch zum Kochen oder Bauen verwenden und es in schlechten Zeiten verkaufen.

Lange musste der heute 70 Jahre alte Mann warten bis er die Früchte seiner Arbeite ernten konnte, aber sein Beharrlichkeit hat sich ausgezahlt -  viele Menschen suchen heute bei ihm Rat. Viele Hektar Wüste in der Sahelzone konnten so wieder nutzbar gemacht werden und die Grundwasserspiegel steigen dort auch wieder an.

Für seine beispielhafte und bedeutsame  Arbeit ist Yacouba Sawadogo für den Alternativen Nobelpreis vorgeschlagen worden und wird diesen im November erhalten.


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