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Unermüdliche Kämpfer gegen sexuelle Gewalt erhielten Friedensnobelpreis 2018

Unermüdliche Kämpfer gegen sexuelle Gewalt erhielten Friedensnobelpreis 2018Donnerstag, 18. Oktober 2018

Der diesjährige Friedensnobelpreis wurde an Nadia Murad, eine irakische Aktivistin und an Dr. Denis Mukwege, einem Arzt aus dem Kongo verliehen. Beide machen seit Jahren das Leiden und den Missbrauch von Frauen öffentlich. Murad hat sexuelle Gewalt am eigenen Körper erfahren, Mukwege wird täglich in seinem Krankenhaus damit konfrontiert.

Die 25-jährige Menschenrechtsaktivistin Nadia Murad wurde selbst Opfer sexueller Gewalt durch die Terrormiliz „Islamischer Staat“. Die „Hölle“, wie Murad sie selbst bezeichnete, begann 2014. Nachdem ihr Heimatdorf im Nordirak von dem „IS“ erobert wurde, verschleppte man sie und hunderte andere Frauen und Kinder nach Mossul, der zweitgrößten Stadt im Irak. Dort wurde sie geschlagen, vergewaltigt, missbraucht und immer wieder weiterverkauft. „Wir waren nichts wert, sie behandelten ihre Tiere besser als uns“ sagte Nadia Murad. Nach drei Monaten konnte sie fliehen und 2015 kam sie nach Deutschland. Seit damals kämpft sie für die Freilassung der Frauen und konnte ab 2016 als UN-Sonderbotschafterin dafür noch mehr Aufmerksamkeit erwecken.

Der 63-jährige Denis Mukwege wurde als Sohn eines Pastors im Kongo geboren, ist verheiratet und Vater von fünf Kindern. Nach seinem Medizinstudium eröffnete er 1989 eine gynäkologische Station um die vielen Vergewaltigungsopfer zu behandeln. Er behandelte und operierte dort Frauen, die vergewaltigt oder verstümmelt wurden und bietet ihnen psychologische, juristische und finanzielle Hilfe an. Inmitten von Krieg und Zerstörung errichtete der Arzt 1999 das Panzi-Hospital in Bukavu, das bis heute zu den besten Krankenhäusern des Landes gehört. Der Sacharow-Preis für Menschenrechte wurde ihm 2014 verliehen, 2013 bekam er den Alternativen Nobelpreis und 2015 erschien der Dokumentarfilm „Der Mann, der Frauen repariert“. Eine logische Folge und Anerkennung seiner Leistungen war nun die Verleihung des Friedensnobelpreises.


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