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Murtal: Knittelfeld investierte heuer 6,2 Mio. Euro in Zukunftsprojekte

Murtal: Knittelfeld investierte heuer 6,2 Mio. Euro in ZukunftsprojekteMontag, 26. November 2018

Im Mittelpunkt der diesjährigen Bürgerversammlung der Stadtgemeinde Knittelfeld standen die Millioneninvestitionen und die Innenstadtgestaltung mit dem Hauptplatz. Bürgermeister DI (FH) Gerald Schmid präsentierte Projekte und Arbeiten der Gemeinde. DI Günter Reissner blickte auf die Umbauarbeiten beim „Haus der Vereine“ zurück und brachte Visionen zur Umgestaltung des ehemaligen City-Kaufhauses und zur Erweiterung der Parkgarage. Mag. Hannes Lindner lobte die Innenstadtbelebung.

Das Quartett der Eisenbahner Stadtkapelle Knittelfeld eröffnete musikalisch die Bürgerversammlung. Anschließend wurde ein Kurzfilm über die Umbauarbeiten der zwei größten Projekte „Haus der Vereine“ und Hauptplatz gezeigt. Mag. Mario Fraiss, der bereits zum fünften Mal die Veranstaltung moderierte, kündigte spannende eineinhalb Stunden mit zahlreichen Themen an.

Altschulden abgebaut, Überschuss erwirtschaftet

Heuer hat die Stadtgemeinde Knittelfeld 6,2 Millionen Euro in Zukunftsprojekte investiert. Darunter in den Umbau des „Hauses der Vereine“, in die Hauptplatzneugestaltung und in zahlreiche Bau- und Sanierungsmaßnahmen, in neue Kinderspielplätze und vieles mehr. Über 100.000 Euro flossen in die Förderung von Vereinen. 1,6 Millionen Euro wurden für Wohnungssanierungen, Straßenbau, Kanal, Wasser, Beleuchtung und für Instandhaltungsarbeiten im Sportzentrum und Schwimmbad aufgewendet. In einem 3-Jahres-Projekt sind 2,5 Millionen Euro für Brandschutzmaßnahmen in Schulen vorgesehen. Zwei Millionen Euro wurden an Altschulden abgebaut und 1, 1 Millionen Euro Überschuss erwirtschaftet. Zudem hat die Stadtgemeinde auch keine Gebühren erhöht. 2018 wurden 16 neue MitarbeiterInnen aufgenommen und 20 Ferialpraktikanten fanden im Sommer in der Gemeinde eine Beschäftigung. Auch Privatbetriebe investieren kräftig in den Standort Knittelfeld.

Über 70 Maßnahmen des Stadtentwicklungsprozesses wurden umgesetzt

Der 2014 initiierte Stadtentwicklungsprozess greift, zahlreiche Maßnahmen wurden bereits umgesetzt. Das „Haus der Vereine“ wurde am 1. Mai eröffnet, 16 Vereine haben dort ihren Sitz. „Das Haus ist gut ausgelastet und die zu mietenden beiden Veranstaltungssäle sind bis April nächsten Jahres ausgebucht“, so Vereinsreferent GR Willi Sturm. Das ebenfalls in der Marktgasse angesiedelte „Haus der Jugend“ ehemals Jugendzentrum wurde im Juni eröffnet. Jugendliche haben dort viel Platz für Freizeitaktivitäten. Der Spielplatz am Hauptplatz, der für Kinder von zwei bis zehn Jahren ausgerichtet ist, wurde mit einem Eröffnungsfest gefeiert. Und der Weihnachtsmarkt mit dem Eislaufplatz wird bereits am neu gepflasterten Hauptplatz stattfinden. Insgesamt sind es über 70 Maßnahmen des Stadtentwicklungsprozesses, die im Gemeinderat beschlossen und von der Stadtgemeinde bisher umgesetzt wurden.

Seit 2014 über 1 Million Euro in Apfelberg investiert

2015 kam es zur Fusionierung von Apfelberg und Knittelfeld. Zuvor erstellten die beiden Gemeinden eine Fusionsvereinbarung mit 19 Hauptpunkten. Diese wurden in den letzten Jahren umgesetzt. Ein Allgemeinmediziner eröffnete seine Praxis, ein Nahversorger wurde installiert, die Bürgerservicestelle eingerichtet und der Kindergarten modernisiert. Auch in den Hochwasserschutz bei Heimfahrtsbach wurde investiert sowie in die LED-Straßenbeleuchtung und in das Naherholungsgebiet Lässer Au.

Innerhalb von fünf Jahren 67 Geschäftsneueröffnungen, 19 davon heuer

„Mit Stadtentwicklungsprozess konnten wir das Image von Knittelfeld ins Positive drehen“, so Bürgermeister Gerald Schmid. Dank der guten Zusammenarbeit mit Handel, Wirtschaft und Gastronomie haben sich in den letzten fünf Jahren 67 Unternehmen angesiedelt, allein heuer waren es 19. Achtzehn Betriebe fanden neue Besitzern. Auch sieben Ärzte haben ihre Ordination eröffnet, alle Facharztstellen sind in Knittelfeld somit besetzt.

Über 55.000 Euro Wirtschaftsförderungen ausbezahlt

Seit 2014 hat die Stadtgemeinde über 55.000 Euro an Wirtschaftsförderungen ausbezahlt. Waren es vor fünf Jahren noch 800 Euro im Jahr, so werden es heuer an die 35.000 Euro sein. Das derzeitige Wirtschaftsförderungsmodell gilt für den Bereich Bauen, Steuern und Öffentlichkeitsarbeit. Ein Neues Modell ist in Planung, profitieren sollen davon vor allem Innenstadtgeschäfte und Jungunternehmer.

Investitionen in Bildung und Jugendbereich

Die Stadtgemeinde ist bekannt für ihre gute Kinder- und Jugendarbeit. Heuer wurde das Büro Kinder, Jugend und Familie vom Volksbildungswerk ausgezeichnet. Beim Wettbewerb „Pro Jugend aktive Stadt“ konnte Knittelfeld den 2. Platz erzielen. Sehr gut angenommen wurde das neue Kinder-Sommerferien-Programm, das gemeinsam mit dem „Buntem Haus de la Tour“ ausgearbeitet wurde. Acht Wochen lang gab es die Betreuung im ehemaligen Jugendheim, kombiniert mit den Aktivitäten des Kindersommers. Auch zwei neue Spielplätze, jene am Ingeringweg und am Hauptplatz wurden eingerichtet. Insgesamt besuchten über 5.400 Kinder und Jugendliche heuer 78 Veranstaltungen, die vom Büro Kinder, Jugend und Familie organisiert wurden. Mit dem Erlös aus dem Verkauf der Wegwarte-Anteile kann im nächsten Jahr ein Schulfonds errichtet werden.

Innenstadtbelebung verstärkt

Standortexperte Mag. Hannes Lindner begleitet den Stadtentwicklungsprozess in Hinblick auf die Wiederansiedelung von Geschäften in der Innenstadt. 2016 analysierte er den Standort Knittelfeld, damals schilderte er die Ist-Situation mit zahlreichen leerstehenden Geschäften. Nun hat er die Lage neu bewertet und war über die Entwicklung der Stadt positiv überrascht. Lindner gratulierte Bürgermeister Gerald Schmid zu dessen Engagement. „Ich kenne wenige Städte, wo in so kurzer Zeit die Innenstadt so positiv attraktiviert wurde“. Trotz der Umbauarbeiten am Hauptplatz fanden auch heuer zahlreiche Veranstaltungen statt. Um nur einige zu nennen: Music Nights, Streetfood-Festival, Fußball WM-Public Viewing, Steiermark Etappenstadt der Österreich Rundfahrt, ORF Sendungen „Daheim in Österreich“ und „Guten Morgen Österreich“, Safety Tour Bundesfinale – Kindersicherheitsolympiade und Honigfest. Auch die Nächtigungszahlen sind um 30% gestiegen.

Ausblick auf 2019

Bürgermeister Gerald Schmid hat nächstes Jahr besonders viel vor. Der Hauptplatz wird im Frühjahr noch mit der Möblierung ausgestattet und mit Pflanzen behübscht. Am 1. Mai findet dann das große Eröffnungsfest statt. Zahlreiche weitere Veranstaltungen sollen am Hauptplatz, der bis zu 3.600 Personen fassen wird, folgen. Im Oktober wird das Rathaus 50 Jahre alt, auch dazu wird es Feierlichkeiten geben. Ab Jänner wird probeweise für ein halbes Jahr ein mobiles Bürgerservice eingerichtet. Das ist für alle Knittelfelder Bürgerinnen und Bürger, die eine körperliche Beeinträchtigung aufweisen und das Gemeindeamt nur unter erschwerten Bedingungen aufsuchen könnten. Nach telefonischer Voranmeldung bei der Stadtgemeinde, kommen zwei Mitarbeiterinnen des Bürgerservice zu den Menschen, die das Service in Anspruch nehmen, ins Haus.

Bildtexte: Der Stadtrat mit den Referenten Günter Reissner, Hannes Lindner sowie Moderator Mag. Mario Fraiss.
Fotocredit: Patrick Neves


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