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Über 50 Unwettereinsätze in einer Nacht in Knittelfeld und Spielberg


Der Juli 2023 wird als einer der wärmsten und katastrophalsten Sommer in die Geschichte eingehen. Die Region Murtal in Österreich erlebte in einer einzigen Unwetternacht mehr als 50 Feuerwehreinsätze, um mit den Auswirkungen des heftigen Unwetters Samstagnacht fertig zu werden. Dunkle Gewitterwolken, zahlreiche Blitze, Donnergrollen, Sturm und Starkregen verwandelten die Region in ein Unwetterchaos. Besonders betroffen waren die Gemeinden Knittelfeld und Spielberg. Die örtlichen Feuerwehren hatten alle Hände voll zu tun, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu räumen, Fahrzeuge zu bergen und überflutete Keller auszupumpen. Die Feuerwehrleute von Apfelberg, Knittelfeld, Spielberg, Großlobming, Kleinlobming, Sachendorf und Flatschach waren bis in die frühen Morgenstunden im Einsatz und bearbeiteten über 50 Schadensfälle.


Katastrophen-Sommer 2023: Klimakrise im Fokus

Dieses Unwetter steht nicht allein da – es ist Teil einer bedrohlichen Wetterlage, die sich im Jahr 2023 in Europa und vielen anderen Teilen der Welt abzeichnete. Die Klimakrise ist Realität geworden, und die Auswirkungen sind nicht mehr zu übersehen. Waldbrände, Hitzewellen, Hagelstürme und extreme Unwetter haben verheerende Konsequenzen für Mensch und Natur.


Der Klimawandel wird von führenden Wissenschaftlern wie renommierten Klimaforschern, Meteorologen, Klimabotschafter Gottfried Kirchengast, Helga Kromp-Kolb, Marcus Wadsak und vielen mehr mit den zunehmenden Extremwetterereignissen in Verbindung gebracht. In Europa wurden Rekordtemperaturen gemessen, die Waldbrände in Griechenland entfachten und zu Evakuierungen führten. Zahlreiche Urlauber mussten das hautnah miterleben. Italien sah sich mit Hagelstürmen konfrontiert, in Friaul-Julisch Venetien wurde sogar Hagel mit einer Größe bis zu 19 cm beobachtet. Sogar Tornados wüteten in der Schweiz mit erschreckender Geschwindigkeit.


Auch in Österreich blieb das Unwettergeschehen nicht aus. Gewitterserien mit Starkregen und Stürmen richteten schwere Schäden in Kärnten an, entwurzelten Bäume und sorgten für Überschwemmungen. In Tirol wurden allein im Juli 600.000 Festmeter Schadholz verzeichnet. Zuggleise wurden durch Unwetterschäden unbefahrbar und verursachten erhebliche Behinderungen, sogar der Bundespräsident saß stundenlang auf dem Weg zu den Bregenzer Festspielen fest.


Der Juli 2023 wurde auch durch die traurige Tatsache geprägt, dass er weltweit der heißeste Monat seit Beginn der Wetteraufzeichnungen war. Das Mittelmeer erreichte mit beunruhigenden 28,71 Grad eine bisher nie dagewesene Temperatur.


Diese Ereignisse verdeutlichen, dass der Klimawandel eine bedrohliche Realität geworden ist und keine Länder oder Regionen davon verschont bleiben. Die Politik ist gefordert, mehr Verantwortung zu übernehmen und entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um den Klimawandel einzudämmen und die Auswirkungen zu mildern. Denn nur durch entschiedenes Handeln können die Folgen der Klimakrise eingedämmt werden und zukünftigen Generationen eine lebenswerte Umwelt gesichert werden.


Fotocredit: Thomas Zeiler

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