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Die Kärntner Brillenschafe standen in Steirisch Lassnitz im Rampenlicht

Letzten Samstag versammelte sich eine Herde von etwas mehr als 100 Kärntner Brillenschafen in Steirisch Lassnitz, um an der vierten Kärntner Brillenschafschau teilzunehmen. Diese seltenen Tiere mit ihren charakteristischen Augen und Ohren boten den Besuchern ein beeindruckendes Schauspiel. Die Wahl des Veranstaltungsortes fiel auf Steirisch Lassnitz, wo die Schafzucht eine lange Tradition hat.

Die Augen und Ohren sind besondere Merkmale dieser Schafrasse. © Anita Galler
Die Augen und Ohren sind besondere Merkmale dieser Schafrasse. © Anita Galler

Hauptverantwortlich für die Kärntner Brillenschafschau war der Schafzüchter Martin Dullnigg aus Steirisch Lassnitz. Seit seinem zehnten Lebensjahr widmet er sich leidenschaftlich der Zucht dieser besonderen Rasse. Mit Erfolg führt er seine Herde von Brillenschafen und trägt somit zum Erhalt dieser vom Aussterben bedrohten Art bei. Die charakteristischen schwarzen Ringe um die Augen verleihen den Brillenschafen ihren Namen.

Im Mittelpunkt der Kärntner Brillenschafschau stand Schafzüchter Martin Dullnigg aus Steirisch Lassnitz, der hier am Mikrofon zu sehen ist. Die Augen und Ohren sind besondere Merkmale dieser Schafrasse. © Anita Galler
Im Mittelpunkt der Kärntner Brillenschafschau stand Schafzüchter Martin Dullnigg aus Steirisch Lassnitz, der hier am Mikrofon zu sehen ist. Die Augen und Ohren sind besondere Merkmale dieser Schafrasse. © Anita Galler

Die Aussteller kamen aus verschiedenen Regionen, darunter die Steiermark, Kärnten, Osttirol und Salzburg. Martin Dullnigg, der die Veranstaltung organisierte, züchtet die Rasse seit rund 16 Jahren. In ganz Österreich gibt es nur noch etwa 5.600 Brillenschafe, und dank der Unterstützung der EU-Zuchtprogramme wird ihr Fortbestand gesichert. Neben ihren auffälligen Merkmalen wie den dunklen Augen und Ohren zeichnet sich die Rasse auch durch ihre erstklassige Fleischqualität aus. Das Kärntner Brillenschaf ist aus der Kreuzung des alten Landschafes mit dem Bergamasker und vor allem dem Paduaner Seidenschaf hervorgegangen und war bis zum 2. Weltkrieg die verbreitetste und auch beliebteste Rasse in der Region Südkärnten/Friaul/Slowenien. Heuer wurde das Kärntner Brillenschaf zum Nutztier des Jahres 2024 gewählt, was die Bedeutung dieser Veranstaltung unterstreicht.


Die Schönsten der Schafe wurden in acht verschiedenen Altersgruppen präsentiert, wobei Experten die Aufgabe hatten, die herausragendsten Tiere in den Kategorien Segment, Zeichnung, Rahmen, Form, Fundament, Zahnbild und Wolle zu küren. Die Gewinner jeder Gruppe hatten die Ehre, sich am Ende der Veranstaltung einer breiten Öffentlichkeit bei der "Siegerrallye" zu präsentieren.

Unter den zahlreichen Besuchern, die sich trotz der kühlen Temperaturen einfanden, befanden sich Landtagspräsidentin Manuela Khom, Abt Pater Benedikt Plank und Stadträtin Helga Bacher aus Murau sowie Vertreter des Kärntner und Steirischen Schafzuchtverbands. Die Besucher wurden zudem mit einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm verwöhnt, darunter ein Festkonzert mit dem MV Lassnitz im Kultursaal und verschiedene Köstlichkeiten aus Lammfleisch, die auf dem Speiseplan standen.

Eine Prämierung für junge Züchterinnen und Züchter, ein Frühschoppen des Musikvereins Laßnitz und eine Abendunterhaltung mit "Schafdisco" rundeten die Veranstaltung ab. Ein ausdrückliches Dankeschön an das Organisationsteam vor Ort rund um Martin Dullnigg wurde von allen Beteiligten ausgesprochen.


Am zweiten Tag des Internationalen Züchtertreffens und der vierten Kärntner Brillenschafschau wurde im Brauhaus zu Murau die Jahrestagung des Kärntner Brillenschafzuchtverbands abgehalten. Hier wurden bedeutende Themen zur Erhaltung und Förderung dieser einzigartigen Rasse diskutiert.

Im Brauhaus zu Murau fand am Sonntag die Jahrestagung des Kärntner Brillenschafzuchtverbands statt.  Fotocredit: ©Konrad Liebchen /Fachzeitschrift Schafe und Ziegen aktuell
Im Brauhaus zu Murau fand am Sonntag die Jahrestagung des Kärntner Brillenschafzuchtverbands statt. Fotocredit: ©Konrad Liebchen /Fachzeitschrift Schafe und Ziegen aktuell


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