Menschen im Mittelpunkt: Frühe Hilfe(n) bevor es zu viel wird
- murtalinfo

- vor 5 Tagen
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Zum Weltelterntag am 1. Juni zeigen zwei Familien aus dem Murtal, wie die Frühen Hilfen in belastenden Lebenssituationen unterstützen, entlasten und neue Perspektiven für den Familienalltag eröffnen.

MURTAL/MURAU. Schwangerschaft und die ersten Lebensjahre eines Kindes zählen zu den schönsten, aber oft auch herausforderndsten Phasen im Leben einer Familie. Genau hier setzen die Frühen Hilfen an. Das kostenlose Angebot begleitet werdende Eltern und Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr und bietet Unterstützung bei persönlichen, gesundheitlichen, familiären oder finanziellen Fragen.
Menschen im Mittelpunkt: Wie Frühe Hilfen Familien im Murtal stärken
„Schwangerschaft und Leben mit einem Kleinkind sind eine Herausforderung und das ist völlig normal“, erklärt Bettina Brunner, fachliche Leiterin und Netzwerkmanagerin der Frühen Hilfen Murau/Murtal bei Jugend am Werk Steiermark.
Über die Frühen Hilfen erhalten Familien kostenlose Unterstützung durch speziell ausgebildete Familienbegleiterinnen. Die Beratung kann zuhause, in den Beratungsräumlichkeiten oder telefonisch stattfinden. Neben der persönlichen Begleitung übernehmen die Familienbegleiterinnen auch eine wichtige Lotsenfunktion und vermitteln bei Bedarf an passende Angebote in der Region.
„Wichtig ist: Wir unterstützen auch, wenn Eltern noch gar nicht genau beschreiben können, was sie konkret brauchen“, betont Brunner.
In der neuen Rolle als Mutter Halt finden
So erging es auch Lena G.*, die sich bereits während ihrer Schwangerschaft an die Frühen Hilfen wandte. Ängste vor der Zukunft, finanzielle Sorgen, gesundheitliche Fragen und die Unsicherheit, ob sie der neuen Rolle als Mutter gerecht werden würde, belasteten die werdende Mutter.
Durch die Begleitung fand sie einen geschützten Raum für ihre Gedanken und Sorgen.
„Meine Familienbegleiterin hat mir Halt gegeben. Ich konnte mich über meine Ideen, Wünsche und Vorstellungen vom Mutterwerden austauschen. Man hörte mir zu. So konnte ich gestärkt ins letzte Trimester gehen – auch immer in dem Wissen, dass ich mich wieder an die Frühen Hilfen wenden kann, bevor es mir zu viel wird.“
Gemeinsam durch herausfordernde Zeiten.
Auch Familie S.* aus dem Murtal nahm die Unterstützung der Frühen Hilfen in Anspruch. Die Geburt des zweiten Kindes, eine schwierige Schwangerschaft, ein Notkaiserschnitt und die emotionale Belastung im Familienalltag stellten die Familie vor große Herausforderungen.
„Als ich nach der Geburt mit meinem zweiten Kind zuhause war, merkte ich, dass mich der Alltag sehr erschöpfte. Nach einigen Wochen wurden meine Ängste immer mehr und ich meldete mich bei den Frühen Hilfen. Ich fühlte mich erleichtert und gleichzeitig schuldig, weil ich das Gefühl hatte, versagt zu haben. Aber die Familienbegleiterin hat mich und meine Geschichte sehr ernst genommen. Mit professioneller Begleitung konnten mein Partner und ich wieder eine gemeinsame Basis finden, das hat unseren Alltag erleichtert.“
Die beiden Beispiele zeigen, wie wertvoll frühzeitige Unterstützung sein kann. Oft reicht bereits ein offenes Gespräch, um neue Perspektiven zu gewinnen, Entlastung zu erfahren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Kostenloses Angebot für Familien
Die Frühen Hilfen stehen werdenden Eltern sowie Familien mit Kindern von null bis drei Jahren kostenlos zur Verfügung. Finanziert wird das Angebot von Bund, Ländern sowie Kranken- und Pensionsversicherungsträgern. Der Auf- und Ausbau wurde durch die Europäische Union im Rahmen von NextGenerationEU unterstützt.
In der Steiermark werden die Frühen Hilfen von Jugend am Werk Steiermark GmbH und LebensGroß im Auftrag der Österreichischen Gesundheitskasse umgesetzt.
Weitere Informationen sind bei Jugend am Werk Steiermark sowie auf der Plattform Frühe Hilfen Österreich erhältlich.
Foto Crédit: Jugend am Werk Steiermark / Wilfried Mörtl
*Namen geändert.




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