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Silvesterböllerei wenn Gesetze und Vernunft versagen

Silvesterböllerei zwischen Ignoranz und Verantwortungslosigkeit.


Was sich rund um den Jahreswechsel abspielt, ist längst kein harmloser Brauch mehr, sondern ein bekanntes Risiko mit vorhersehbaren Folgen. Trotz klarer gesetzlicher Regelungen, trotz jährlicher Warnungen und trotz zahlreicher Verletzter wird die private Böllerei weiterhin geduldet.

Private Silvesterböllerei im Murtal und Murau mit Feuerwerk, Rauch und Lärm zeigt Umweltbelastung, Tierleid und fehlende Durchsetzung gesetzlicher Regeln.
Feuerwerkskörper prägen rund um den Jahreswechsel das Ortsbild und stehen zunehmend für Umweltbelastung, Sicherheitsrisiken und Tierleid.

Bereits zwei Tage vor Silvester wurde ein Jugendlicher schwer verletzt, als ein Böller in seiner Hand explodierte. Besonders alarmierend ist dabei, dass es sich um einen Feuerwerkskörper handelte, der an Jugendliche gar nicht verkauft werden darf. Dieser Vorfall zeigt deutlich, dass bestehende Gesetze zwar existieren, in der Praxis jedoch zu wenig kontrolliert und durchgesetzt werden.


Noch nie zuvor waren so viele Verkaufsstände für Feuerwerkskörper entlang der Straßen im Murtal zu sehen wie heuer. Die Knallerei beginnt längst nicht mehr erst in der Silvesternacht, sondern zieht sich über mehrere Tage. Die Folgen betreffen nicht nur einzelne Personen, sondern die gesamte Gesellschaft.


Wenn bestehende Gesetze nicht durchgesetzt werden

Tiere unter Dauerstress.

Die Knallerei beschränkt sich längst nicht mehr auf den Silvesterabend. Seit Tagen herrscht Lärm in Wohngebieten, Wäldern und Feldern. Für Tiere bedeutet das Dauerstress. Haustiere geraten in Panik, Wildtiere flüchten kopflos, Vögel verlieren Orientierung und Energie. Verletzungen und Todesfälle sind die stillen Begleiterscheinungen dieser Tage.


Umweltbelastung und Sicherheitsrisiken.

In wenigen Stunden steigen Feinstaubwerte auf ein Vielfaches des Normalwertes. Chemische Rückstände belasten Böden und Gewässer. Gleichzeitig kommt es zu Bränden, Sachschäden und schweren Verletzungen. Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste arbeiten am Limit, während die Kosten letztlich von der Allgemeinheit getragen werden.


Politisches Wegsehen mit System.

Ein konsequentes Verbot privater Silvesterböllerei wäre längst möglich. Dass es nicht umgesetzt wird, hat weniger mit fehlender Rechtsgrundlage als mit wirtschaftlichen Interessen zu tun. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern bringt Steuereinnahmen. Die Folgekosten für Gesundheit, Umwelt, Einsatzorganisationen und Infrastruktur übersteigen diese Einnahmen jedoch deutlich.


Alternativen sind vorhanden.

Professionell organisierte Feuerwerke, Licht- und Lasershows oder gemeinschaftliche Veranstaltungen zeigen, dass ein Jahreswechsel auch sicherer und umweltfreundlicher gestaltet werden kann.


Solange Gesetze nicht konsequent durchgesetzt und bekannte Risiken ignoriert werden, bleibt die private Silvesterböllerei ein kalkuliertes Risiko – mit Verletzten, Tierleid und Schäden, die jedes Jahr aufs Neue hingenommen werden.


Foto Crédit: murtalinfo

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