150 Jahre Klang, der verbindet – Jubiläumskonzert der Eisenbahner Stadtkapelle
- murtalinfo

- 29. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 2 Tagen
Ein Abend voller Emotionen, bewegender Geschichte und musikalischer Höhepunkte zeigte eindrucksvoll, wie 150 Jahre Blasmusik Generationen vereinen.

Murtal/Knittelfeld. Anlässlich ihres 150-jährigen Bestehens lud die Eisenbahner Stadtkapelle Knittelfeld zu einem eindrucksvollen Jubiläumskonzert ins Kulturhaus. Das Publikum erlebte einen Abend, der musikalische Vielfalt, bewegende Momente und gelebte Tradition vereinte.
„150 Jahre für die Blasmusik, 150 Jahre Emotionen, Freude, Wehmut und Freundschaft“, mit diesen Worten begrüßte Obmann Erich Wolfsberger die zahlreichen Besucherinnen und Besucher sowie Blasmusikfreunde. In seiner Ansprache blickte er stolz auf die lange Geschichte des Klangkörpers zurück: „Was 1876 begann, erfüllt uns heute mit Freude. Musik hat über Generationen hinweg verbunden – dieses Konzert ist ein Dankeschön an alle, die uns auf diesem Weg begleitet haben.“
Unter den Ehrengästen fanden sich unter anderem Bürgermeister Harald Bergmann, Bezirkshauptmann Peter Plöbst, Stadtamtsdirektor Mario Zechner sowie Bezirksobmann Wolfgang Seidl.
150 Jahre Tradition mit starken Wurzeln
Die Wurzeln der Kapelle reichen bis ins Jahr 1876 zurück, als musikbegeisterte Mitarbeiter der Knittelfelder Metallwarenfabrik „Haardt & Comp.“ die erste Werkskapelle gründeten. Nur wenige Jahre später entstand mit der „Werkstätten-Kapelle der k. und k. österreichischen Staatsbahnen Knittelfeld“ ein weiterer Klangkörper. 2018 wurde schließlich mit der Fusion beider Vereine die heutige Eisenbahner Stadtkapelle Knittelfeld geschaffen – mit dem historischen Gründungsjahr 1876 als gemeinsamer Ursprung.
Unter der Leitung von Kapellmeister Wilfried Klade eröffnete das Blasorchester das Konzert mit „Harmonie der Blasmusik“ von Christoph Walter und entführte das Publikum klangvoll in die majestätische Welt der Berge. Durch das abwechslungsreiche Programm führte souverän Moderator Gernot Esser.
Bewegende Momente und große Emotionen
Zu den eindrucksvollsten Momenten des Abends zählte das Werk „The Last Flight“, das die tragische Flugzeugkatastrophe von 1964 am Glungezer musikalisch nachzeichnete. In Kombination mit einer bewegenden Videosequenz entstand ein besonders intensives Hörerlebnis.
Auch Ehrungen standen auf dem Programm: Für ihre Leistungen wurden Philip Pölzl, Lisbeth Kamper, Wolfgang Bachmayer und Christine Frais ausgezeichnet. Förder-Ehrenzeichen erhielten Heimo Korber, Walter Persch und Harald Bergmann für ihre langjährige Unterstützung.
Während das Blasorchester in eine kurze Pause ging, betraten die „Bläserlinge“ gemeinsam mit dem „Soundhaufen“ die Bühne. Diese Jugendgruppe ist eine Kooperation zwischen der Eisenbahner Stadtkapelle und dem Musikverein Kleinlobming und zeigte eindrucksvoll das Potenzial der nächsten Generation. Geleitet wurde sie von Thomas Zwatz.
Finale mit Gänsehautmomenten
Dem Finale entgegen steigerte sich die Stimmung nochmals: Mit dem Trompetensolo „Nothing’s gonna change my love for you“ brillierte Philip Pölzl und setzte einen glanzvollen Schlusspunkt unter das offizielle Programm. Nach tosendem Applaus ließ sich das Orchester nicht lange bitten und verabschiedete sich mit mehreren Zugaben von einem begeisterten Publikum.
Ein Konzertabend, der eindrucksvoll bewies: Die Leidenschaft für Blasmusik brennt in Knittelfeld seit 150 Jahren – und sie lodert stärker denn je.
Foto Crédit: Walter Schindler




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