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Die Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring hat wieder ihre Pforten geöffnet

280 Kinder gestalten in der Kinderstadt Dolbu ihre eigene Welt und erleben Demokratie, Wirtschaft und Verantwortung hautnah.

Viele Kinder sitzen dicht gedrängt in einer Halle und verfolgen die Bürgermeisterwahl in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring.
Spannung pur bei der Bürgermeisterwahl in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring: Hunderte Kinder verfolgen aufmerksam die Entscheidung und erleben Demokratie hautnah.

Kinder übernehmen das Kommando am Red Bull Ring

Murtal/Spielberg. Am Red Bull Ring ist wieder eine ganz besondere Stadt entstanden. Seit Montag gestalten täglich rund 280 Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren ihre eigene Welt. Die Kinderstadt Dolbu, die heuer bereits zum sechsten Mal stattfindet, bietet vom 30. März bis 3. April eine einzigartige Mischung aus Lernen, Erleben und Mitgestalten.

Viele Kinder bewegen sich zwischen verschiedenen Stationen in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring und nehmen an unterschiedlichen Aktivitäten teil.
Buntes Treiben in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring: Die Kinder wechseln zwischen verschiedenen Stationen, probieren Berufe aus und gestalten aktiv ihre eigene Stadt.

Kinder erleben Demokratie und Verantwortung hautnah

In der Kinderstadt funktioniert alles wie in einer echten Gesellschaft. Es gibt eine Jobbörse, eine Bank, eine Gärtnerei und sogar eine eigene Zeitungsredaktion. Die Kinder arbeiten in unterschiedlichsten Bereichen, verdienen ihre eigene Währung, den „Murtaler“, und entscheiden selbst, wie sie ihr Geld ausgeben.

Kinder arbeiten an verschiedenen Stationen in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring und probieren unterschiedliche Tätigkeiten und Berufe aus.
Unterschiedliche Arbeitsbereiche in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring: Kinder arbeiten, gestalten und erleben praxisnah verschiedene Berufe und Aufgaben.

Auch politische Prozesse werden aktiv gelebt. Bürgermeisterinnen und Bürgermeister werden gewählt, Regeln diskutiert und Entscheidungen gemeinsam getroffen. Am Dienstag stand die Bürgermeisterwahl im Mittelpunkt des Geschehens. „Mir ist wichtig, dass wir mitentscheiden können“, bringt ein Kind die Bedeutung dieses Projekts auf den Punkt.

Gruppenfoto der neu gewählten Bürgermeisterin der Kinderstadt Dolbu mit ihren Stellvertreterinnen und Stellvertretern sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Kinderfreunden am Red Bull Ring.
Bürgermeisterwahl in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring: Die neu gewählte Bürgermeisterin mit ihren Stellvertreterinnen und Stellvertretern gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Politik sowie den Organisatorinnen und Organisatoren der Kinderfreunde.

Lernen fürs Leben – ganz ohne Klassenzimmer

Spielerisch werden wirtschaftliche, ökologische und gesellschaftliche Zusammenhänge vermittelt. Die Kinder erleben, wie Kreisläufe funktionieren, was Steuern bedeuten und wie sich Entscheidungen auf eine Gemeinschaft auswirken. Nationalratsabgeordneter Wolfgang Moitzi, Landesvorsitzender der Kinderfreunde Steiermark, betont den besonderen Zugang: Die Inhalte werden verstanden, ohne dass es sich wie Unterricht anfühlt.


Bemerkenswert ist, dass ehemalige Teilnehmerinnen und Teilnehmer inzwischen tatsächlich Ausbildungen in jenen Bereichen gewählt haben, die sie hier kennengelernt haben. Die Kinderstadt wirkt damit weit über die Ferien hinaus.


Soziales Bewusstsein und wirtschaftliche Einblicke

Ein besonderer Schwerpunkt liegt heuer auch auf sozialen Themen. Die Caritas macht mit einem eindrucksvollen Beitrag auf die sogenannte Armutsspirale aufmerksam. In einem eigens gestalteten Bereich wird sichtbar, wie Armut entstehen kann und welche Folgen sie hat. Ergänzend dazu gibt es einen kleinen Carla-Laden, in dem Kinder gebrauchte Kleidung mit ihren verdienten Murtalern erwerben können. So wird soziale Verantwortung greifbar und verständlich vermittelt.

Infotafel zur Armutsspirale in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring, gestaltet von der Caritas, die Zusammenhänge von Armut und sozialen Folgen erklärt.
Die Caritas macht in der Kinderstadt Dolbu am Red Bull Ring mit der „Armutsspirale“ auf soziale Herausforderungen aufmerksam und sensibilisiert Kinder für die Auswirkungen von Armut.

Auch regionale Unternehmen bringen sich aktiv ein. Die Firma Zeman aus Scheifling im Bezirk Murau hat spezielle Modelle entwickelt, mit denen Kinder die Arbeit im Industrie- und Stahlhochbau, im Maschinenbau sowie in der Herstellung von Bauelementen aus Stahl und Aluminium kennenlernen können. Dadurch entstehen praxisnahe Einblicke in die Arbeitswelt der Region.

Praxisnahe Einblicke bei der Kinderstadt Dolbu: Die Firma Zeman aus Scheifling vermittelt den Kindern mit eigenen Modellen anschaulich die Arbeit im Stahlbau und Maschinenbau.


Vielfalt, Kreativität und jede Menge Spaß

Neben all den Lerninhalten kommt auch der Spaß nicht zu kurz. In der Patisserie des Red Bull Rings werden Smoothies und Joghurt gemixt, in der Backstube der Seminarbäuerinnen entstehen Zimtschnecken, Osterhasen und Kränze. Modeschauen, ein Kinderkino und kreative Werkstätten sorgen für Abwechslung. Vormittags Politik, nachmittags Backstube oder Kunst – genau diese Vielfalt macht den besonderen Reiz der Kinderstadt aus.


Unterstützt wird das Projekt von Bund, Land, der Europäischen Union sowie rund 60 Partnerbetrieben aus der Region Murtal und Murau. Damit zeigt sich einmal mehr, wie stark Zusammenarbeit und Engagement im Murtal gelebt werden.


Foto Crédit: Irmgard Underrain murtalinfo

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