Suchtbericht Steiermark 2025 zeigt alarmierende Trends bei Alkohol, Nikotin und Onlineverhalten
- murtalinfo

- 24. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Der neue Suchtbericht Steiermark 2025 liefert aktuelle Daten zu Alkohol, Nikotin, Glücksspiel, Essstörungen, illegalen Drogen und problematischer Internetnutzung. Die Analyse macht deutlich, wie stark suchtbezogene Herausforderungen auch im Alltag von Jugendlichen und Erwachsenen präsent sind.

Murtal/Murau, Graz, Steiermark. Mit dem Suchtbericht Steiermark 2025 liegt eine umfassende Analyse zur aktuellen Suchtlage im Bundesland vor. Erstellt wurde der Bericht von der EPIG GmbH im Auftrag des Gesundheitsfonds Steiermark. Erstmals erscheint der Bericht ausschließlich online und bietet neben Texten auch interaktive Grafiken zur vertiefenden Auseinandersetzung mit den Daten.
Alkohol, Nikotin und Glücksspiel im Fokus
Der Bericht zeigt deutlich, wie verbreitet problematischer Konsum in der Steiermark ist. 13 Prozent der erwachsenen Steirerinnen und Steirer weisen einen problematischen Alkoholkonsum auf. E Zigaretten sind bei Schülerinnen und Schülern mittlerweile das häufigste Einstiegsprodukt in den Nikotinkonsum. 0,8 Prozent der Bevölkerung zeigen eine schwere Symptomatik einer Glücksspielsucht.

Besonders auffällig ist auch das digitale Nutzungsverhalten: Jede sechste Schülerin und jeder sechste Schüler nutzt digitale Geräte an Schultagen noch nach Mitternacht. Diese Entwicklung steht in engem Zusammenhang mit suchthaften Verhaltensmustern im Internet.

Umfassender Überblick über alle Suchtformen
Der Suchtbericht Steiermark 2025 beleuchtet sowohl substanzgebundene Suchtarten wie Alkohol, Tabak, Medikamente und illegale Drogen als auch substanzungebundene Suchtformen wie Glücksspielsucht, Essstörungen und suchthafte Internetnutzung. Neben aktuellen Prävalenzdaten werden auch epidemiologische Kennzahlen zur Krankheitslast und Sterblichkeit dargestellt.

Für die Analyse wurden sämtliche verfügbaren Datenquellen aus den Jahren 2020 bis 2024 herangezogen. Neben Bevölkerungsbefragungen flossen auch Daten aus der Krankenhausstatistik und der Todesursachenstatistik in die Auswertung ein.
Versorgungsangebote und Prävention im Überblick
Der Bericht stellt nicht nur Zahlen dar, sondern gibt auch einen Überblick über bestehende Präventionsmaßnahmen und Suchthilfeangebote in der Steiermark. Von ambulanten Beratungsstellen bis zu stationären Einrichtungen wird die Bandbreite der Versorgung suchtkranker Menschen sichtbar gemacht. Damit liefert der Bericht eine wichtige Grundlage für politische Entscheidungen, Präventionsstrategien und regionale Maßnahmen.
Mit der rein digitalen Veröffentlichung setzt das Land Steiermark auf Transparenz und Zugänglichkeit. Die interaktiven Grafiken ermöglichen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Ergebnissen und erleichtern die Analyse komplexer Zusammenhänge.
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Foto Crédit: Canva




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