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Wenn Chancen wachsen Günters Weg in den ersten Arbeitsmarkt

Ein starkes Beispiel für gelebte Inklusion im Murtal: Günter Wilding schafft mit Unterstützung der Lebenshilfe Judenburg und der Österreichischen Post AG den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt.

Gruppenfoto mit Vertreterinnen und Vertretern der Lebenshilfe Judenburg, der Österreichischen Post AG und regionalen Ehrengästen vor einem Postfahrzeug in Fohnsdorf
Gemeinsam stark für Inklusion: Vertreterinnen und Vertreter der Lebenshilfe Judenburg, der Österreichischen Post AG sowie Ehrengäste und Famikie bei der Übernahme von Günter Wilding in der Zustellbasis Fohnsdorf.

Vom ersten Schritt zum festen Job

Murtal/Judenburg/Fohnsdorf. Was mit einem Vorpraktikum begann, wurde zu einer Erfolgsgeschichte, die Mut macht und zeigt, was möglich ist, wenn Menschen aneinander glauben. Günter Wilding startete im März 2023 gemeinsam mit der Zustellbasis Fohnsdorf der Österreichischen Post AG in das Projekt „Step by Step“. Drei Jahre später ist aus dieser Chance ein fixer Arbeitsplatz geworden.


Ein Arbeitsplatz mit Verantwortung.

Sein Aufgabenbereich liegt in der Vorsortierung innerhalb der Zustellbasis. Pakete annehmen, sortieren und für die Weiterverarbeitung vorbereiten – Tätigkeiten, die Präzision, Verlässlichkeit und Einsatz verlangen. Eigenschaften, die Günter Wilding von Beginn an mitbrachte und kontinuierlich weiterentwickelte.


Schritt für Schritt zum Ziel.

Mit jeder Aufgabe wuchs nicht nur seine Erfahrung, sondern auch sein Selbstvertrauen. Schritt für Schritt wurden Fähigkeiten gefestigt, Schlüsselqualifikationen aufgebaut und eine stabile Grundlage für den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt geschaffen. Mit 01. März 2026 wurde dieses Ziel erreicht: Günter Wilding wurde fix von der Österreichischen Post AG übernommen.


Wertschätzung und starke Begleitung.

Zu diesem Anlass gratulierten unter anderem Mario Del Medico von der Selbstvertretung sowie Ehrengäste wie Bundesrätin Gabriele Kolar, Landtagsabgeordneter Robert Reif, Landtagsabgeordneter Thomas Maier und Bürgermeister Volkart Kienzl. Auch Vorstandsmitglied Werner Kremser sowie die Familie von Günter waren mit dabei.


Sandra Rinofner, Obfrau und Geschäftsführung der Lebenshilfe Region Judenburg, betont: „Ich bin sehr dankbar, dass es in unserer Region immer wieder Betriebe gibt, die unseren Kundinnen und Kunden die Chance geben, in die Arbeitswelt einzusteigen. Das stärkt ihr Selbstwertgefühl und ist gleichzeitig eine große Bereicherung für die sozialen Kompetenzen der heimischen Betriebe. Diese positiven Erfahrungen durften wir bereits im Projekt „Step by Step“ machen.“


Inklusion als gelebte Praxis.

Besonders die Zustellbasis in Fohnsdorf wird als verlässlicher Partner hervorgehoben. Mehrere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten bereits erfolgreich dorthin vermittelt werden. Dies wirkt sich positiv auf das Betriebsklima aus und zeigt, dass die Österreichische Post AG Inklusion aktiv lebt.


Ing. Reinfried Lienzer, MA, Geschäftsführung der Lebenshilfe Region Judenburg, ergänzt: „Mit dem Projekt „Step by Step“ schaffen wir konkrete Möglichkeiten für Menschen mit Beeinträchtigung, erste Erfahrungen am regulären Arbeitsmarkt zu sammeln. Besonders wichtig ist uns dabei, individuelle Stärken zu erkennen und gezielt zu unterstützen.“


Ein persönlicher Meilenstein.

Für Günter Wilding selbst ist die Übernahme ein bedeutender Schritt: „Endlich einen Job! Ich freue mich sehr, dass ich mein Ziel erreicht habe und nun von der Post übernommen wurde. Seit meinen ersten Tagen im Vorpraktikum war mir klar, hier möchte ich bleiben. Mir macht die Arbeit einfach Spaß und ich gehe sehr gerne zu meiner Arbeitsstelle.“

Günter Wilding bei der Paketsortierung in der Zustellbasis Fohnsdorf der Österreichischen Post AG
Günter Wilding bei der Paketsortierung in der Zustellbasis Fohnsdorf der Österreichischen Post AG.

Marco Sagmeister unterstreicht: „Von Anfang an war ersichtlich, dass Günter mit sehr viel Leidenschaft und Herzblut bei der Sache war. Besonders wichtig ist es mir zu erwähnen, dass Günter bereits im Zuge der Projektumsetzung für seine Arbeit einen Lohn erhalten hat – ganz im Sinne eines inklusiven Gedankens.“


Ein starkes Team im Hintergrund.

Ein besonderer Dank gilt auch dem Team vor Ort rund um die Leitung Michaela Seidlinger für die konstruktive Zusammenarbeit der letzten Jahre. Dass Günter bereits die vierte Person mit Beeinträchtigung ist, die in der Zustellbasis übernommen wurde, zeigt eindrucksvoll, wie Inklusion im Betrieb gelebt wird.


Andrea Pilz-Kapfinger, Bereichsleitung Österreichische Post AG, erklärt: „Ein inklusives Arbeitsumfeld schafft eine Kultur der Wertschätzung, von der wir alle profitieren. Vielfalt ist kein Hindernis, sondern ein Motor unserer Post-Familie.“


Auch Standortleiterin Michaela Seidlinger hebt hervor: „Günter zeigt eine beeindruckende Einsatzbereitschaft und bringt jeden Tag Freude und Verlässlichkeit in seine Arbeit ein. Das gesamte Team ist stolz darauf, dass er ein fixer Bestandteil unserer Zustellbasis ist.“


Ein Signal für die Region.

Die Geschichte von Günter Wilding zeigt, wie aus einer Chance eine echte Perspektive wird – und wie Inklusion im Murtal Schritt für Schritt zur gelebten Realität wird.


Foto Crédit: Lebenshilfe Judenburg



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