AK-Infoabend zur Pension traf den Nerv der Zeit
- murtalinfo

- vor 5 Tagen
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Großes Interesse, konkrete Antworten und neue Modelle: Der Informationsabend der Arbeiterkammer Steiermark in Spielberg zeigte, wie relevant das Thema Pension für alle Generationen geworden ist.

Volles Haus in Spielberg
Murtal/Spielberg. Ein Thema, das alle betrifft – und entsprechend groß war der Andrang: Die Arbeiterkammer Steiermark lud zum Informationsabend „Ihre Pension“ und traf damit den Nerv der Zeit. Aufgrund des außergewöhnlich hohen Interesses musste die Veranstaltung kurzfristig von der AK-Außenstelle Zeltweg in den Roten Saal von „Kultur im Zentrum“ in Spielberg verlegt werden.
Starkes Signal für ein zentrales Zukunftsthema
AK-Präsident Josef Pesserl begrüßte die zahlreichen Besucherinnen und Besucher sowie die Ehrengäste und betonte gleich zu Beginn die hohe Relevanz des Abends: „Die Pension betrifft uns alle – vom Berufseinstieg bis kurz vor dem Ruhestand.“ Besonders hervorgehoben wurde das umlagefinanzierte Pensionssystem, das als eines der sichersten und kostengünstigsten Modelle gilt und international hohes Ansehen genießt.
Praxisnahe Einblicke in das Pensionskonto
Den fachlichen Auftakt setzte Yvonne Pöschl-Stimitz mit einem verständlichen Überblick über das Pensionskonto. Anhand konkreter Beispiele erklärte sie Funktionsweise, Geltungsbereich und Berechnung und machte deutlich, wie wichtig ein regelmäßiger Blick auf die eigenen Versicherungszeiten ist.
Wichtige Änderungen ab 2026
Marco Schneeweiß informierte über aktuelle Regelungen zur Alterspension und wies insbesondere auf eine zentrale Neuerung hin: Ab 1. Jänner 2026 muss die Pension aktiv beantragt werden – idealerweise rund drei Monate vor dem geplanten Pensionsantritt. Eine rückwirkende Zuerkennung ist nicht möglich.
Flexibel in den Ruhestand: Modelle im Überblick
Christian Schweiger erläuterte die Unterschiede zwischen geblockter und kontinuierlicher Altersteilzeit. Während bei der geblockten Variante zunächst voll weitergearbeitet und anschließend eine Freizeitphase konsumiert wird, erfolgt bei der kontinuierlichen Variante eine gleichmäßige Reduktion der Arbeitszeit.
Mit der Teilpension stellte Florian Moser ein modernes Modell für den gleitenden Übergang in den Ruhestand vor. Je nach Reduktion der Arbeitszeit – zwischen 25 und 75 Prozent – wird ein entsprechender Anteil der Pension zusätzlich zum Einkommen ausbezahlt. Ziel ist es, den Übergang flexibler zu gestalten und die Beschäftigungsquote älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu stärken.
Service rund um Antrag und Versicherungszeiten
Evelyn Bachheimer informierte abschließend über die Antragstellung sowie die umfassenden Serviceleistungen der Pensionsversicherung. Dazu zählen automatische Kontomitteilungen, Vorausberechnungen sowie Unterstützung bei Versicherungszeiten im Ausland. Die jeweiligen Pensionsanteile werden dabei von den betroffenen Staaten ausbezahlt.
Zum Abschluss bedankte sich AK-Präsident Josef Pesserl bei allen Beteiligten und unterstrich nochmals die hohe Qualität des österreichischen Pensionssystems. Gleichzeitig appellierte er, dieses zu schützen und nicht schlechtzureden.
Foto Crédit: Walter Schindler




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