Energie der Zukunft am BG/BRG Judenburg erlebbar gemacht
- murtalinfo

- vor 2 Tagen
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Mit dem Erasmus+ Projekt „Styrian Green STEM Experts“ setzte das BG/BRG Judenburg ein starkes Zeichen für moderne MINT-Bildung, Nachhaltigkeit und europäische Verantwortung.

Murtal/Judenburg. Wie sieht die Energiezukunft aus – und welche Rolle spielen junge Menschen dabei? Mit dieser zentralen Frage beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler des BG/BRG Judenburg im Rahmen des Erasmus+ Jean-Monnet-Projekts „Styrian Green STEM Experts“. Als einzige Schule Österreichs führt das Gymnasium bereits zum zweiten Mal in Folge ein Jean Monnet Projekt for Schools durch und unterstreicht damit seine Vorreiterrolle im Bereich moderner MINT-Bildung und Begabungsförderung.
Praxisnahe MINT-Bildung mit europäischem Fokus
Das Projekt verfolgt eine klare Vision: Naturwissenschaftlich-technische Kompetenzen stärken, europäisches Denken fördern und junge Menschen aktiv auf die Herausforderungen der Energie- und Klimazukunft vorbereiten. Im Wahlpflichtfach SciTec setzten sich Schülerinnen und Schüler der siebenten und achten Klassen intensiv mit Themen rund um Energie, Innovation und nachhaltige Entwicklung auseinander.

Organisiert und begleitet wurde das Projekt von engagierten Lehrpersonen, unterstützt durch den Jean Monnet Projektkoordinator. Die Verbindung von Theorie und Praxis stand dabei im Mittelpunkt.
Energie verstehen: Von Wasserkraft bis Wasserstoff
Im ersten Modul analysierten die Jugendlichen unterschiedliche Energieformen – von Wasserkraft über Photovoltaik bis hin zu fossilen Energieträgern. Dabei wurden ökologische und wirtschaftliche Auswirkungen ebenso beleuchtet wie die europäische Klimapolitik und Österreichs Rolle als Wasserkraftnation.

Ein weiterer Schwerpunkt widmete sich der Radioaktivität und der Kernenergie. Der österreichische Sonderweg ohne Atomkraft wurde ebenso thematisiert wie aktuelle europäische Diskussionen.
Lernen vor Ort: Exkursionen als Schlüssel zur Praxis
Besondere Eindrücke gewannen die Schülerinnen und Schüler bei Exkursionen zu einem historischen und einem modernen Wasserkraftwerk, zu einem Photovoltaikpark sowie zum Wasserstoffzentrum der Montanuniversität Leoben. Weitere Einblicke, unter anderem bei der OMV, sind geplant.
Diese direkten Erfahrungen ermöglichten einen realitätsnahen Zugang zu Technik, Forschung und zukünftigen Berufsfeldern.
Wissenschaft trifft Schule
Zusätzliche Impulse lieferten Expertinnen und Experten aus der Praxis. Eine Wissenschaftsbotschafterin sowie ein Fachvortrag zum Thema Wasserstoff verdeutlichten, wie eng Forschung und gesellschaftliche Entwicklung miteinander verbunden sind.
Kreativität als Motor für Nachhaltigkeit
Neben wissenschaftlichen Inhalten spielte auch die kreative Auseinandersetzung eine zentrale Rolle. Die Schülerinnen und Schüler entwickelten Plakate, Kampagnen und Slogans zur Energiewende. Die Ausstellung im Schulhaus zeigte eindrucksvoll, wie engagiert und reflektiert sich Jugendliche mit Zukunftsthemen beschäftigen.
Experimentieren, entwickeln, umsetzen
Im Labor wurden zahlreiche Experimente durchgeführt – von der Elektrolyse zur Wasserstoffgewinnung bis hin zu Untersuchungen alternativer Energieträger. Ein besonderes Highlight stellte die Entwicklung eines energieeffizienten Modellhauses dar. Mithilfe von 3D-Druck, Sensorik und Programmierung entstand ein funktionales System zur intelligenten Energiesteuerung.
Vision Zukunft: Die grüne Stadt
Ein kreativer Höhepunkt war die Planung einer nachhaltigen Stadt der Zukunft. Die Konzepte reichten von innovativer Energieversorgung über klimafreundliche Mobilität bis hin zu Begrünungsstrategien und Kreislaufwirtschaft.
Ein starkes Signal für Bildung und Zukunft
Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie zeitgemäße MINT-Bildung aussehen kann: praxisnah, interdisziplinär und mit klarem Bezug zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Die Verbindung von Wissenschaft, Kreativität und europäischem Denken stärkt nicht nur Fachkompetenzen, sondern auch Verantwortungsbewusstsein und Zukunftsperspektiven.
Mit dem zweiten Jean Monnet Projekt bestätigt das BG/BRG Judenburg seine Rolle als innovativer Bildungsstandort und motiviert junge Menschen, aktiv an einer nachhaltigen Zukunft mitzuwirken.
Foto Crédit:BG/BRG Judenburg




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