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Krimi, Pop-Art, Gaunerzinken: Lesung mit Vernissage der Rossbacher

Spannung und Kunst in der Steiermark: Steirerkrimi-Autorin Claudia Rossbacher und Künstler Hannes Rossbacher begeistern das Publikum mit Lesung und Vernissage.

Claudia Rossbacher, Ingrid Adam-Kaltenegger und Hannes Rossbacher v. li.
Claudia Rossbacher, Ingrid Adam-Kaltenegger und Hannes Rossbacher v. li.

Am Dienstag, den 17. Oktober 2023, erlebten Krimifans und Kunstliebhaber gleichermaßen einen höchst ungewöhnlichen, jedoch äußerst spannenden Abend. Unter dem Titel "Steirerkrimi meets Pop Art" fand in der Stadtbibliothek eine Lesung mit der renommierten Steirerkrimi-Autorin Claudia Rossbacher statt. Doch das war erst der Anfang des Abenteuers, denn im Anschluss zog die Veranstaltung in die Galerie im Forum Rathaus um, wo die Ausstellung von Rossbachers Ehemann, dem Grafiker und Art-Director Hannes Rossbacher, eröffnet wurde.

Die Krimiautorin Claudia Rossbacher aus dem malerischen Kumberg beweist einmal mehr ihre Mordlust im besten Sinne. Mit ihrem neuesten Werk "Steirerwald" hat sie bereits zum 13. Mal einen Mordfall in der grünen Steiermark aufgelöst. Ihr Erfolgsrezept? Ein Jahrestakt, in dem sie die Steiermark zu einem schaurig-faszinierenden Schauplatz für ihre Krimis macht. Rossbacher, die in Wien geboren wurde und nach einem aufregenden Modelleben in die Welt der Literatur wechselte, hat sich in der Steiermark niedergelassen und seit 2006 als freie Schriftstellerin einen Namen gemacht. Ihre Krimis mit den LKA-Ermittlern Sandra Mohr und Sascha Bergmann sind längst Bestseller in Österreich. Fünf Krimis davon wurden von ORF und ARD bereits verfilmt und sorgten für Topquoten zur Primetime.

In "Steirerwald" wird die Grüne Mark einmal mehr zum Tatort, diesmal im Schöcklland. Ein Jagdhund auf einem Schloss stöbert die Überreste einer Hand im Wald auf, und kurz darauf wird die Leiche eines Schlossbewohners entdeckt. Dieser mysteriöse Mordfall sorgt für Spannung und Überraschungen und lässt die Ermittler Sandra Mohr und Sascha Bergmann nicht zur Ruhe kommen.

Was das Besondere an diesem Steirerkrimi ist, verrät uns die Autorin selbst: "In meinem 13. Steirerkrimi wird zum ersten Mal vor, besser gesagt, hinter meiner Haustür mitten im 'Steirerwald' gemordet." Rossbacher und ihr Mann Hannes wohnen seit zwei Jahren in einem Schloss im Schöcklland, das sie zu dieser Geschichte inspirierte. "Mittlerweile habe ich in jedem steirischen Bezirk 'gemordet' – auch im Murtal, aber es bleiben noch einige unschuldige Flecken, die von mir noch 'heimgesucht' werden", scherzt die 57-jährige Autorin.

Der neue Steirerkrimi verspricht erneut Hochspannung und führt die Leser ins Schöcklland, wo ein exzentrischer Regisseur sein Leben verliert. Aber wer hat ihn erschossen und warum? Das werden die Leser erst erfahren, wenn sie das Buch aufschlagen und lesen.


Die Frage nach dem Vorbild für Schloss Abelsberg im Roman bleibt jedoch ein Geheimnis. Die Autorin lacht und verrät nichts, doch sie empfiehlt, die Ortskundigen in Kumberg zu fragen – vielleicht kennen sie das Rätsel um den realen Schauplatz des Krimis.

Ebenfalls ein Highlight des Abends war die Ausstellung von Hannes Rossbacher, der aus Pöls stammt und in der Südsteiermark als Künstler tätig ist. Ursprünglich als Grafik-Designer und Art-Direktor in der Werbebranche tätig, hat er sich seit 2009 der Malerei verschrieben. Seine Werke aus dem Zyklus "ZOFF Gaunerzinken" beeindrucken durch ihre Originalität und den tiefgründigen Anstoß zum Nachdenken. Hier zeigt sich, wie Kunst und Krimi auf faszinierende Weise verschmelzen.

Insgesamt war der Abend "Steirerkrimi meets Pop Art" eine gelungene Kombination aus Spannung, Kunst und einer Prise Humor, die die Gäste mit einem Lächeln auf den Lippen und einem Kribbeln im Bauch nach Hause entließ. Claudia und Hannes Rossbacher haben erneut bewiesen, dass die Steiermark nicht nur landschaftlich reizvoll ist, sondern auch eine reiche Quelle für literarische und künstlerische Schätze darstellt.


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