Umwelt im Fokus: Europäische Energiezukunft in Murau
- murtalinfo

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Rund 50 Expertinnen und Experten aus zehn europäischen Ländern trafen sich in St. Lambrecht, um gemeinsam an Lösungen für die Energiezukunft Europas zu arbeiten. Die Holzwelt Murau präsentierte dabei die Region als Vorreiterin für erneuerbare Energiesysteme.

MURAU/ST. LAMBRECHT. Am 27. und 28. Mai trafen sich rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus zehn europäischen Ländern zum REFORMERS-Konsortialtreffen im Benediktinerstift St. Lambrecht. Als Projektpartner fungierte die Holzwelt Murau in diesem Jahr als Gastgeberin. Das Treffen markierte die Halbzeit des europäischen Projekts, bei dem sich die Partnerinnen und Partner über den aktuellen Projektfortschritt austauschten und ihre Erfahrungen aus der Umsetzung von Erneuerbaren Energieregionen teilten.
Gemeinsam an der Energiezukunft Europas arbeiten
Den ersten Tag des Konsortialtreffens nutzten die Projektpartnerinnen und Projektpartner, um über den aktuellen Umsetzungsstand in den jeweiligen Regionen zu informieren. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Region Murau. Auf dem Programm standen Führungen durch das Murwasserkraftwerk und die Nahwärmeanlage der Stadtwerke Murau sowie ein Besuch der Brauerei Murau. Den Ausklang fand der intensive Arbeitstag im Brauhaus zu Murau.
Interaktiver Austausch für bessere Ergebnisse
Der zweite Veranstaltungstag war interaktiv gestaltet und von Workshops geprägt. Am Vormittag diskutierte das Konsortium in mehreren Arbeitsgruppen über einen ganzheitlichen Ansatz zur Übertragbarkeit technologischer Lösungen auf andere Regionen Europas. Am Nachmittag fand ein öffentlicher Hybrid-Workshop statt, der allen Interessierten offenstand.
Im Rahmen dieses Wissenstransfers stellten vier Regionen ihren Weg zur „Erneuerbaren Energieregion“ anhand unterschiedlicher Projekte vor. Anschließend tauschten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über ihre eigenen Erfahrungen aus und lieferten wertvolle Inputs zu den präsentierten Werkzeugen und Methoden, die nun in die weitere Projektarbeit einfließen.

Neue Dimensionen für neue Lösungen
Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro verfolgt das Ziel, Lösungen für die unterschiedlichen Herausforderungen der Energiesysteme in Europa zu entwickeln. Ausgehend von der Pilotregion Alkmaar in den Niederlanden werden Technologien erprobt, Erkenntnisse gesammelt und anschließend in sogenannten Satellitenregionen, darunter auch die Holzwelt Murau, getestet und weiterentwickelt.
Europaweite Zusammenarbeit für erneuerbare Energieregionen
Am Projekt beteiligen sich 28 Partner aus zehn Ländern. Die Hälfte davon sind Forschungsinstitutionen und Universitäten, die die Regionen wissenschaftlich begleiten. Die weiteren Partner setzen sich aus Pilotregionen, Satellitenregionen sowie Unternehmen und Organisationen aus der Wirtschaft zusammen.
Zu den Satellitenregionen zählen neben Murau auch Konin in Polen, Westmazedonien in Griechenland, Tolosaldea in Spanien, Delft in den Niederlanden sowie DDS in Ostflandern in Belgien.
Solche internationalen Projekte leisten einen wichtigen Beitrag für die Zukunftsfähigkeit ländlicher Regionen. Der Austausch von Wissen, Technologien und Erfahrungen stärkt die Innovationskraft vor Ort und zeigt, dass Regionen wie Murau aktiv an den Lösungen für die Energieversorgung von morgen mitarbeiten. Gleichzeitig entstehen wertvolle Netzwerke, die langfristig neue Chancen für Wirtschaft, Forschung und nachhaltige Regionalentwicklung eröffnen.
Über REFORMERS. REFORMERS ist ein transnationales HORIZON-Projekt, gefördert durch die Europäische Union. Ziel ist es, regionale Ökosysteme für erneuerbare Energien in ganz Europa zu ermöglichen, die Resilienz der Regionen zu stärken und die Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu erhöhen. REFORMERS ist Teil des REPowerEU-Plans der Europäischen Kommission.
Mehr zum Projekt REFORMERS und zur Rolle der Holzwelt Murau in Europas Energiezukunft gibt es im Hintergrundbericht auf murtalinfo.
Kontakt für Rückfragen. Natalie Hoffmann | Projektleitung REFORMERS für die Holzwelt Murau | natalie.hoffmann@holzwelt.at
Ein Blick in die Bildergalerie zeigt internationale Zusammenarbeit, spannende Einblicke in die Region und den gemeinsamen Einsatz für die Energiezukunft Europas.
Foto Crédit: Tina Brunner / Holzwelt Murau



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