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Zukunftsmacher: Erster steirischer Schutzwasserverband im Murtal gegründet

Drei Gemeinden gehen gemeinsam neue Wege, um Bevölkerung, Infrastruktur und Umwelt besser vor Naturgefahren zu schützen.

Bezirkshauptfrau Nina Pölzl, die Bürgermeister der Gemeinden Weißkirchen, Obdach und Lobmingtal sowie Stefan Fieger von der Wildbach- und Lawinenverbauung bei der Gründung des Schutzwasserverbandes Murtal Süd.
Bezirkshauptfrau Nina Pölzl, Bürgermeister Markus Tafeit (Weißkirchen), Bürgermeister Peter Bacher (Obdach), Bürgermeister Christian Wolf (Lobmingtal) und Stefan Fieger von der Wildbach- und Lawinenverbauung bei der Gründung des Schutzwasserverbandes Murtal Süd.

Zukunftsmacher für Sicherheit und Umwelt im Murtal

Mit der Gründung des Schutzwasserverbandes Murtal Süd haben die Gemeinden Weißkirchen in Steiermark, Lobmingtal und Obdach einen historischen Schritt gesetzt. Erstmals wurde in der Steiermark im Zuständigkeitsbereich der Wildbach- und Lawinenverbauung ein Schutzwasserverband gegründet. Ziel ist es, Schutzmaßnahmen gegen Hochwasser, Muren, Erosion, Steinschlag und andere Naturgefahren künftig gemeinsam zu planen und umzusetzen.


Die Initiative gilt als wichtiger Beitrag zum Schutz von Bevölkerung, Infrastruktur und Umwelt. Gleichzeitig soll die interkommunale Zusammenarbeit die Umsetzung notwendiger Maßnahmen beschleunigen und wirtschaftlicher gestalten.


Gemeinsam gegen die Folgen des Klimawandels

Extreme Wetterereignisse, Starkregen und Naturgefahren nehmen durch den Klimawandel zunehmend zu. Umso wichtiger werden langfristige Strategien zur Risikoabwehr und Anpassung an neue Herausforderungen.


Bürgermeister Markus Tafeit aus Weißkirchen betont, dass die Gemeinden nicht nur über Zusammenarbeit sprechen, sondern diese auch aktiv leben wollen. Gemeinsam mit Bürgermeister Christian Wolf aus Lobmingtal und Bürgermeister Peter Bacher aus Obdach wurde damit ein Modell geschaffen, das künftig als Vorbild für andere Regionen dienen könnte.


Auch Bezirkshauptfrau Dr.in Nina Pölzl, MA sieht in der Gründung ein starkes Signal: Schwere Unwetterereignisse würden immer häufiger auftreten. Gemeinden seien daher gefordert, rechtzeitig Maßnahmen zur Risikoabwehr und Risikominimierung zu setzen. Der neue Schutzwasserverband sei ein steiermarkweites Best-Practice-Beispiel für modernen Katastrophenschutz und vorausschauendes Risikomanagement.


Mehr Schutz bei geringeren Kosten

Neben dem Sicherheitsaspekt bringt der Verband auch wirtschaftliche Vorteile. Durch die gemeinsame Organisation können höhere Bundesförderungen genutzt werden. Dadurch sinken die Eigenmittel der Gemeinden bei zukünftigen Schutzprojekten deutlich.

Berechnungen auf Basis bisheriger Investitionen zeigen, dass Gemeinden im Bezirk Murtal bei vergleichbaren Projekten in den vergangenen Jahren rund 700.000 Euro weniger hätten aufbringen müssen, wenn bereits ein Schutzwasserverband bestanden hätte.


Für die Gemeinden bedeutet dies mehr Planungssicherheit, weniger Verwaltungsaufwand und bessere Möglichkeiten, notwendige Schutzmaßnahmen umzusetzen.


Vorreiterrolle für die gesamte Steiermark

Mit dem Schutzwasserverband Murtal Süd übernimmt die Region eine Vorreiterrolle im Naturgefahrenmanagement. Die Bündelung von Wissen, Ressourcen und Fördermöglichkeiten schafft die Grundlage für nachhaltige Schutzmaßnahmen und eine zukunftsorientierte Entwicklung.


Im Mittelpunkt steht dabei ein gemeinsames Ziel: Die Menschen, die Umwelt und die Lebensräume im Murtal langfristig vor den Folgen zunehmender Naturgefahren zu schützen.


Foto Crédit: Marktgemeinde Weißkirchen

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