Zwei Generationen auf Brautschau
- murtalinfo

- vor 5 Tagen
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Mit der Bauernposse „Der Lausbua“ von Hans Dengel feierte die Theaterrunde Lobmingtal ihr 20-jähriges Bestehen und sorgte mit vier bestens besuchten Aufführungen in der Volksschule Kleinlobming für beste Unterhaltung.

Theaterjubiläum mit Herz, Humor und Heimatbezug
Mit der Bauernposse „Der Lausbua“ von Hans Dengel blickte die Theaterrunde Lobmingtal auf 20 Jahre engagierte Theaterarbeit zurück. Vier ausverkaufte und äußerst vergnügliche Vorstellungen in der Volksschule Kleinlobming zeigten eindrucksvoll, welchen Stellenwert das Amateurtheater in der Region hat. Für die musikalische Umrahmung sorgte David Mayerdorfer, der vor und zwischen den Szenen mit seiner Harmonika für stimmungsvolle Übergänge sorgte.
Im Zentrum der turbulenten Handlung stand der junge Bauernsohn, genannt der „Lausbua“, überzeugend dargestellt von Bernhard Gruber. Mit seinem Erwachsenwerden bringt er nicht nur sein eigenes Gefühlsleben durcheinander, sondern gleich den gesamten Hof. Sein Herz gehört der resoluten Haushälterin Liesl, gespielt von Irene Feeberger. Doch auch der verwitwete Brunnenbauer, verkörpert von Rudi Moser, sieht im sogenannten zweiten Frühling noch einmal die Chance auf Liebesglück.

Liesl selbst hat jedoch nur Augen für Ludwig, dargestellt von Edwin Hatz. Der Bauer reagiert resolut und verbannt ihn kurzerhand auf die Alm, was die ohnehin angespannte Stimmung am Hof weiter anheizt. Parallel dazu kämpft Tochter Hanni, gespielt von Doris Waidacher, um ihre Liebe zum Holzhändler Bertl, dargestellt von Stefan Hatz, der beim strengen Vater auf entschiedene Ablehnung stößt.
Für zusätzliche Lacher sorgte der schnauzbärtige Onkel, gespielt von Hubert Wolf, der den stürmischen Annäherungsversuchen der Magd Zenz, dargestellt von Dagmar Leitner, zu entkommen versucht. Sein markanter Oberlippenbart entwickelte dabei ein unerwartetes Eigenleben und wurde vom Bauern schließlich sogar vertraglich abgekauft.
Im Finale lüfteten sich in der Kammer des Onkels sämtliche Geheimnisse. Versteckte Liebschaften kamen ans Licht, und zur allgemeinen Überraschung stellte sich heraus, dass es sogar noch einen zweiten Lausbuam gibt. Pointierte Dialoge, temporeiches Spiel und sichtbar spielfreudige Darstellerinnen und Darsteller machten die vier Theaterabende zu einem humorvollen Höhepunkt im regionalen Kulturkalender.

Foto Crédit: Walter Schindler




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