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Unwetter in der Steiermark: Klimawandel und politische Verantwortung

Politik und Gesellschaft müssen gemeinsam handeln, um eine nachhaltige Zukunft zu sichern und Betroffene aus Katastrophengebieten zu schützen.

Am vergangenen Wochenende verursachten Unwetter begleitet von Hagel, Starkregen und Sturmböen in Teilen der Steiermark schwere Überflutungen. Das Land erklärte den gesamten Bezirk Hartberg-Fürstenfeld und mehrere Gemeinden in Graz-Umgebung zu Katastrophengebieten. Eine 1,5 Meter hohe Schlammlawine blockierte die Autobahn bei Übelbach, die voraussichtlich bis Ende kommender Woche gesperrt bleibt. Umleitungen führen über die S35 und S6.

Eine 1,5 Meter hohe Schlammlawine hat die Autobahn bei Übelbach blockiert, die voraussichtlich bis Ende dieser Woche gesperrt bleibt.
Eine 1,5 Meter hohe Schlammlawine hat die Autobahn bei Übelbach blockiert, die voraussichtlich bis Ende dieser Woche gesperrt bleibt.

Komplette Bahnstreckensperre

Zusätzliche Behinderungen wurden bei einer Begutachtung mit Landesgeologen festgestellt. Zwischen den Bahnhöfen Frohnleiten und Peggau-Deutschfeistritz wurden umfassende Hangsicherungsarbeiten angeordnet.

Ab Dienstag bis Freitag kommt es dort täglich zu kompletten Streckensperren im Nah- und Fernverkehr. Der Güterverkehr wird umgeleitet, für den Personenverkehr werden Ersatzbusse eingesetzt.
Ab Dienstag bis Freitag kommt es dort täglich zu kompletten Streckensperren im Nah- und Fernverkehr. Der Güterverkehr wird umgeleitet, für den Personenverkehr werden Ersatzbusse eingesetzt.

Unwetter im Murtal

Auch das Murtal war betroffen. Ein heftiges Gewitter führte zu mehreren Einsätzen im Feuerwehrbereich Knittelfeld. In der Gemeinde Lobmintal, Ortsteil Großlobming, bahnten sich Wassermassen den Weg durch die Ortschaft. Die Feuerwehr Großlobming, unterstützt von 22 Mann, löste Verklausungen und leitete das Wasser von Einfamilienhäusern ab. In Sachendorf musste die Feuerwehr ein Einfamilienhausdach vor eindringendem Wasser schützen. Die Aufräumarbeiten dauerten bis in die späten Abendstunden.

Klimawandel und politische Verantwortung

Die extremen Wetterereignisse werfen erneut die dringende Frage nach der Bekämpfung des Klimawandels auf. Trotz der zunehmenden Häufigkeit und Intensität solcher Ereignisse wird das Thema Klimaschutz von vielen politischen Entscheidungsträgern und Teilen der Bevölkerung noch immer nicht ernst genug genommen. Der Klimawandel, ausgelöst durch menschliche Aktivitäten wie die Verbrennung fossiler Brennstoffe und die Abholzung von Regenwäldern, ist ein wesentlicher Faktor für die zunehmende Häufigkeit von Extremwetterlagen.

Experten betonen die Notwendigkeit entschlossener Maßnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstoßes und zur Förderung nachhaltiger Lösungen. Dazu zählen Investitionen in erneuerbare Energien, verstärkte Aufforstungsmaßnahmen zur Bekämpfung der globalen Abholzung und die Förderung umweltfreundlicher Verkehrsmittel. Lokale Initiativen und internationale Abkommen wie das Pariser Klimaabkommen sind wichtige Schritte, die durch konsequente Umsetzung und strikte Einhaltung der Ziele unterstützt werden müssen.


Die jüngsten Unwetter in der Steiermark sind ein alarmierendes Zeichen dafür, dass der Klimawandel bereits jetzt weitreichende Auswirkungen hat. Es ist an der Zeit, dass Politik und Gesellschaft gemeinsam handeln, um eine nachhaltige und sichere Zukunft zu gewährleisten. Dabei müssen insbesondere die Bedürfnisse und der Schutz der Betroffenen aus den Katastrophengebieten berücksichtigt werden.


Fotocredit: Asfinag und Thomas Zeiler

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